Zuletzt Unioner Standardwechsel: Grischa Prömel (l.) kommt für Christian Gentner ins Spiel. Foto: City-Press

Die spannendsten zwei Spiele des Jahres liegen vor den Eisernen: erst Bayern, dann Hertha. Kann nur noch getoppt werden durch den Tag, an dem der 1. FC Union den Klassenerhalt rechnerisch festzurrt. Auch für Aufstiegsheld Grischa Prömel könnte die bevorstehende Zeit richtungsweisend sein.

Es spricht einiges dafür, dass der 25-Jährige ausgerechnet im Stadtderby zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der Liga in diesem Jahr kommen könnte. Bei den Köpenickern ist ja ein Quintett so gelb-vorbelastet, dass bei der nächsten Verwarnung eine Zwangspause verordnet wird. Sebastian Andersson, Keven Schlotterbeck und Marcus Ingvartsen haben schon viermal im Lauf der Saison den gelben Karton gesehen. Das Gleiche gilt – wichtiger für Prömel – für Christian Gentner. Robert Andrich steht sogar  vor seiner zehnten Gelben.

„Es wird sich bei seiner Spielweise wohl nicht vermeiden lassen, dass er noch eine Sperre zieht“, meinte Trainer Urs Fischer mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Bezug auf Andrich. Denn natürlich wird er seinem Aggressive-Leader kaum mit auf den Weg geben, dass er künftig die Samthandschuhe ins Spiel bringen soll.

Trainer Urs Fischer ist voll des Lobes für Prömel 

Womit wieder Prömel ins Spiel kommt. Denn das Duo Gentner/Andrich blockierte bislang die Plätze, die für den gebürtigen Stuttgarter am ehesten infrage kommen. Seit seinen auskurierten Patellasehnen-Problemen kam der Olympiasilber-Gewinner von Rio 2016 stets als Einwechsler für Gentner zum Zug, sammelte bislang 92 Minuten.

Beim Pokal-Aus in Leverkusen vergangenen Mittwoch (1:3) durfte Grischa dann sogar für knapp 70 Minuten ran.   Was er offenbar unbeschadet überstanden hat. Zumindest ist Fischer des Lobes voll. „Er ist auf dem richtigen Weg. Er hat deutlich Fortschritte gemacht, sonst wäre dieser Auftritt von ihm gegen Leverkusen nicht möglich gewesen. Und ich muss schon sagen, er war gut über die Spielzeit, die er gemacht hat. Und nach den vielen Kurzeinsätzen mit so einer Intensität bei Bayer spielen zu können, hat gut ausgesehen. Es gab keine Reaktion im Knie. Es ist ja schon was anderes, ob man 20 Minuten macht oder 70 Minuten“, so Fischer.

Klingt danach, als ob Prömel bereit wäre, wieder große Aufgaben im Team anzugehen. Ein Derby wäre da sicher die passende Kulisse.