Lässt sich auch durch schnelles Umfallen – hier von Hoffenheims Munas Dabbur – nicht aus der Ruhe bringen: Unions Neuzugang Dominique Heintz.  imago/Fotostand

Von null auf hundert! Nur 28 Minuten in der Hinrunde für Freiburg, nun fast 80 für die Eisernen. Dominique Heintz (28) hatte zwar schon 181 Bundesligaspiele auf dem Buckel, aber bei seinem 182. Einsatz fühlte er sich bisschen wie ein Debütant: „Davon kann man nur träumen, so zu starten. Auch wenn wir uns erst in das Spiel reinkämpfen mussten. Es war einfach toll mit Zuschauern und hat sich angefühlt wie mein allererstes Spiel.“

Eiserne Nagelprobe für Heintz gegen Hertha BSC

Halbjährige Leidenszeit beendet. Endlich wieder mittendrin statt nur dabei. Urs Fischer war angetan vom allerersten Mal des „Pälzer Bu“ im Berliner Gewand. Der Trainer nach dem 2:1 gegen Hoffenheim: „Als gut würde ich seine Leistung beschreiben. Er hatte einige sehr gute Momente, aber auch den einen oder anderen, wo es noch nicht gepasst hat. Es braucht noch Zeit, aber seine Leistung war gut.“

Das Problem: Zeit bleibt Heintz kaum. Auf die Feuertaufe in der Alten Försterei folgt nun am Mittwoch im Olympiastadion gegen Hertha BSC (20.45 Uhr/ARD) die Nagelprobe. Und das im Achtelfinale des DFB-Pokals! Einem Kick, der vielleicht noch ein kleines bisschen mehr Bedeutung hat als die Bundesliga-Begegnungen der beiden Hauptstadtklubs.

Union-Fans feiern Heintz

Dementsprechend fiebert Heintz auch dem großen Duell entgegen. Für die Fans der Eisernen ist Heintz schon angekommen in Köpenick. Erste Heinzi-Sprechchöre gab es auch schon sowie einen frenetischen Jubel von der Gegengerade, als der 1,88 Meter große Abwehrmann nahe der Mittelinie einen Zweikampf gewann. An der Alten Försterei werden halt Einsatzbereitschaft und gelungene Tacklings mehr gefeiert als guardiolaeske Ballstafetten oder Deutsche Meisterschaften anderswo.

„Leider wird das am Mittwoch nicht der Fall sein“, meinte Heintz. Und spricht damit jedem Fan aus dem Herzen. Egal ob in seinen Adern blau-weißes oder rot-weißes Blut fließt. Denn Stimmung wird eher Mangelware sein. Im Olympiastadion sind nur 3000 Anwesende erlaubt und damit nur gut 2000 Hertha- und etwas mehr als 200 Union-Fans.

Im Derby-Modus ist Heintz bereits dennoch: „Ich fiebere sehr darauf hin, ich mag Derbys und habe auch schon ein paar Derbys erlebt. Diesmal ist es ein ganz spezielles, ein Stadtderby. Ich freue mich darauf.“

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