Michael Parensen (3.v.l, untere Reihe) engagiert sich gerade fü soziale Projekte des 1. FC Union Foto: zVg

Michael Parensen (35) trägt nur noch selten das Trikot des 1. FC Union. Zuletzt in seiner Eigenschaft als Stiftungsratsmitglied der Köpenicker, die in der Otto-Hahn-Schule in Neukölln ihr jüngstes Projekt eingeweiht hatten. Unter dem Motto „BIK – Bolzplatz-Helden im Kiez“ werden brachliegende Sportanlagen in Berlin wieder nutzbar gemacht und neue Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche geschaffen.

Ansonsten ist es stiller geworden um den eisernen Aufstiegsheld, der am 27. Juni 2020 in der Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf sein letztes Pflichtspiel für die Köpenicker absolviert hatte.

Für seine neue Rolle im Verein durchlief er zahlreiche Stationen im Klub. Seit diesem Sommer ist er als einer von drei Assistenten von Oliver Ruhnert unterwegs. Auch wenn er in der Hochtransferphase im Sommer eher weniger eingebunden wurde, weil der Manager ja alle Hände voll zu tun hatte. „Der Micha ist sehr clever, der sucht sich schon seine Aufgaben“, hatte Ruhnert in der Zeit beobachtet, als Parensen rund ums Team an allen Ecken und Ende mit anpackte, wo es nötig wurde.

Gentner gab Parensen den Rat, den DFB-Lehrgang zu machen

Künftig wandelt der ewige Micha ein bisschen auch auf den Spuren von Christian Gentner. Wie zuvor der Ex-Stuttgarter, der seine fußballerische Karriere derzeit in der Schweiz beim FC Luzern ausklingen lässt, wird Parensen den vom DFB angebotenen Lehrgang Management im Profifußball absolvieren.

Logisch, dass Gentner und Parensen deswegen telefoniert haben. „Ich habe ihm dazu geraten, als er mich fragt, ob das sinnvoll sein könnte“, verrät Gentner (36) dem KURIER. „Man lernt da Dinge, die man als Spieler nicht so mitbekommen hat. Geht da auch um Transferregeln, Lizenzierungsdinge. Bilanzielle Dinge eben. Auch ums Netzwerken. Das ist eine gute Vorbereitung für künftige Management-Aufgaben“, so der Schwabe.

Parensen bereitet sich also sozusagen doppelt auf sein künftiges Aufgabegebiet vor. Zuvor hatte der gebürtige Bad Driburger schon ein BWL-Fernstudium abgeschlossen. Gentner: „Zeitlich dürfte das für ihn noch weniger ein Problem werden als für mich. Ich war ja letzten Sommer auch noch Spieler. Der Lehrgang ist ja auch in mehrere Module unterteilt und nicht immer sind es Präsenzphasen.“

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