Robert Andrich (l.) ging Union leider verloren, Marvin Friedrich aber trägt weiter den Dress des 1. FC Union. City-Press/Matthias Renner

Was hatten sie nicht alle gezittert. Geht Marvin Friedrich? Und wenn ja, wohin? Bloß nicht zu Hertha. Am Deadline-Day herrschte dann überall mächtiger, teils hektischer Betrieb. Der blau-weiße Nachbar verpokerte sich sogar auf der Zielgeraden. Doch an der Wuhle blieb es seltsam still um den eisernen Vizekapitän!

Nach Robert Andrich auch noch den Aufstiegsheld zu verlieren, wäre für die Gemüter in Köpenick nicht einfach zu verkraften gewesen. Egal wie sehr man pekuniär entschädigt worden wäre.

Friedrich bleibt vorerst Unioner

Doch die Transferfrist war um 18.01 Uhr noch keine sechzig Sekunden alt, da konnte man schon die Kritiker hören: Nun kann Friedrich, weil sein Arbeitspapier im kommenden Sommer ausläuft, ablösefrei gehen.

Dessen ist man sich in Köpenick bewusst. Und natürlich ist Unions Manager Oliver Ruhnert keinesfalls gewillt, noch mal eine Stammkraft an die besser betuchte Konkurrenz für lau zu verlieren, sowie diesen Sommer mit Christopher Lenz geschehen, der ablösefrei zu Eintracht Frankfurt ging.

Stand jetzt wäre damit eine Ablöse für Friedrich, der unter Trainer Urs Fischer zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga reifte, nur noch im Wintertransferfenster möglich. Doch bei nur noch sechs Monaten Laufzeit wird man da keinesfalls eine größere Summe rausholen können.

Verlängern oder verkaufen?

Denkbar sind daher mehrere Modelle. Man verlängert um ein Jahr mit einer Ausstiegsklausel. Oder sogar um zwei Jahre. Wobei man dabei womöglich die Kröte schlucken muss, dass der 25 Jahre alte Blondschopf nur für die Bundesliga unterschreibt. Die Eisernen machen normalerweise immer Verträge, die für Liga eins und zwei gelten.

Nach KURIER-Informationen sollen die Eisernen bereits Friedrichs Vertrag verlängert haben, was ein echter Coup wäre. Eine Einigung wird vom 1. FC Union dementiert. Dann wäre die Frage: Wie lange bleibt Friedrich noch?

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