Der Kapitän des 1. FC Union Christopher Trimmel trauert nicht um Max Kruse oder Grischa Prömel, sondern nur um die Tanne vor der eisernen Geschäftsstelle. Imago, zVg

Robert Andrich? Weg! Marvin Friedrich? Weg! Max Kruse? Weg! Grischa Prömel? Bald weg! Während bei manchen Union-Fans Alarmstufe Rot herrscht, behält Christopfer Trimmel die Ruhe. Der eiserne Kapitän trauert lediglich um die von Orkan Ylenia umgeblasene gut 100 Jahre alte Tanne vor der Geschäftsstelle des. 1 FC Union.

„Das Einzige, was wehtut, ist der Baum vor der Geschäftsstelle“, erklärt Trimmel cool auf die Frage, wie schmerzhaft sich die vielen prominenten Abgänge innerhalb des Teams anfühlen.

Trimmel feiert am Donnerstag seinen 35. Geburtstag und ist einfach zu lange im Fußball-Business, um sich von Abgängen von Mitspielern schocken zu lassen. „In der Summe ist es schon sehr viel“, sagt er zwar, aber: „Umso schöner und größer ist die Herausforderung für den Rest. Es ist nichts Neues bei Union, dass es einen Umbruch gibt.“

Auch Trimmels Vertrag läuft bei Union aus

Für Österreichs Nationalspieler, seit 2014 255 Mal für Union am Ball, gehören die Wechsel zum Fußball und er legt den Finger in die eiserne Erfolgs-Wunde. Trimmel hält es wie Max Kruse: „Das ist einfach so, wenn man als ein kleinerer Verein erfolgreich ist. Mich freut es für die Spieler. Jeder will sportlich den nächsten Schritt machen.“

Auch Trimmels Vertrag endet im Sommer. Geht er vielleicht auch? Trimmel will über seine Zukunft aktuell nicht sprechen.

Ein Fingerzeig, dass er den Eisernen erhalten bleibt, könnte sein, dass sich der Verteidiger mit dem feinen linken Fuß durchaus mit der kommenden Saison beschäftigt und in der „Wir“-Form spricht. Trimmel: „Ich habe da absolutes Vertrauen, dass wir wieder eine wettbewerbsfähige Mannschaft haben werden.“

Lesen Sie auch: 91.4-Radiomann Rik De Lisle: Der letzte richtige Berliner ist ein Ami>>

Doch auch diese Saison geht noch einiges. Trotz der Sieglosserie seit dem Abgang von Max Kruse und der eisernen Torflaute in den vergangenen drei Spielen. Für Trimmel war beim FC Augsburg (0:2) und bei Arminia Bielefeld (0:1) auch ein Sieg drin.

Union bangt um Heintz und Schäfer

Bevor das Pokal-Halbfinale am 1. März (20.45 Uhr) gegen den Zweitligisten FC St. Pauli klargemacht werden soll, steht das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) an. Trimmel will den Bock umstoßen und freut sich auf das Wiedersehen mit einem Ex-Unioner: „Das wird ein interessantes Spiel. Mainz hat eine sehr gute Mentalität, die geben bis zur letzten Minute alles. Für Marcus Ingvartsen freut es mich, dass er wieder fit ist.“

Wer bei Union rechzeitig gesund für das Spiel ist, ist noch offen. Am Dienstag verletzte sich Mittelfeldmann Andras Schäfer offensichtlich am Knie. Er brach die Einheit vorzeitig ab. Verteidiger Dominique Heintz, der am Samstag in Bielefeld mit Kopf- und Rückenproblemen ausgewechselt werden musste, trainierte individuell.

Lesen Sie hier mehr über die Eisernen >>