Fans des 1. FC Union unterstützen ihre Mannschaft während des Spiels unter Einhaltung der Abstands-Regeln auf der Waldseite. Foto: Matthias Koch/1. FC Union/Pool

Christian Arbeits Worte waren deutlich. "Bitte nicht zum Stadion kommen, Genießt die Bundesliga da, wo ihr sie sonst genossen hättet und trinkt mit euren Freunden ein Bier. Das ist hier im dunklen Wald schlecht möglich", lautete der Appell von Unions Medien- und Stadionsprecher. 

Ob der auf fruchtbaren Boden fällt? Schon beim Heimspiel gegen Schalke hatten sich rund zwei Dutzend Anhänger der Eisernen auf dem Waldweg hinter dem Stadion versammelt und von dort aus stimmgewaltig und mit gehörigem Sicherheitsabstand das Spiel der Köpenicker begleitet. "Alles ganz legal. Es ist da ja nichts passiert was nicht erlaubt war", so Arbeit. 

Die Sehnsucht nach dem "Ballhaus des Ostens" und den  rotgewandeten "Fußballgöttern" war aber offenbar zu groß, als dass es jeder zu Hause ausgehalten hätte. Nun, bei diesem vielleicht historischen Tag wird dieses Verlangen kaum kleiner ausfallen. Könnte ein hübsches Gedränge geben auf der Waldseite. Auch wenn Arbeit behauptet, dem Verein seien keine Anzeichen dafür bekannt. 

Arbeit: Trinkt euer Bier mit Freunden, im Wald geht das nicht

Normalerweise wären die Chancen äußerst hoch, dass das Stadion An der Alten Försterei an diesem Dienstag rund anderthalb Stunden vor Mitternacht regelrecht beben würde. Denn das, was Trainer Urs Fischer als "Sensation" bezeichnet, ist so nah. Die Eisernen sind der 56. Verein in der Fußball-Bundesliga, und wenn alles so läuft, wie Fischer es sich wünscht, steht der Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse für den Neuling am späten Dienstagabend endgültig fest.

Besondere Vorkehrungen werden von Union nicht getroffen. Es gibt die obligatorischen Ordner, auch Polizeibeamte werden wieder auf dem Waldweg herumstehen. "Wir sehen offiziell keine Veranlassung zu glauben, dass etwas Außergewöhnliches passiert", so Arbeit.