Grund zur Freude: Endlich dürfen die Eisernen wieder kicken. Foto: Imago Images/Contrast

Das war aber auch gemein! Ausgerechnet nach dem 5:0, dem höchsten Bundesligasieg in der Vereinsgeschichte des 1. FC Union, wurden die eisernen Fans zuletzt für zwei Wochen auf die Folter gespannt. Keine Festspiele in der Liga, dafür dröge Nations-League-Kost. Doch jetzt geht es endlich weiter. Endlich wieder die Liga ärgern, endlich wieder Union!

Dabei haben die Unioner noch etwas zu beweisen. Dass sie keine Eintagsfliege sind, dass sie in der Lage sind, ihre fabelhaften Leistungen der ersten Saisonspiele auch in der restlichen Hinrunde sauber und ordentlich auf den Rasen zu bringen. „Wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern müssen am Ball bleiben“, mahnte deshalb auch Trainer Urs Fischer.

Leicht wird das nicht bei sechs sicheren Ausfällen. Anthony Ujah, Christian Gentner, Nico Schlotterbeck und Joel Pohjanpalo fehlen mit Sicherheit, zudem kommt die Partie am Sonntag im Rhein-Energie-Stadion auch für Flügelflitzer Keita Endo und Marius Bülter, der sich nach einem positiven Corona-Test noch immer in Quarantäne befindet, zu früh.

Union bei den Transfers im Vorteil

Dennoch ist die Vorfreude auf das Duell mit den Kölnern, das Fischer wie gewohnt als „schwieriges Spiel auf Augenhöhe“ kennzeichnete, riesig. Einen Vorteil gegenüber den weitaus schlechter in die Saison gestarteten Geißböcken sah der Schweizer dennoch: „Wir konnten, anders als Köln, eigentlich mit unserem kompletten Kader die Saison vorbereiten und dabei unser Spiel mit dem Ball verbessern.“ Während die Rheinländer bis zum Schluss mit Schlüsseltransfers, unter anderem dem von Sebastian Andersson, der für 6,5 Millionen Euro von den Eisernen kam, warteten, hatten die Unioner ihre Mannschaft relativ schnell zusammen.

Mit dem Resultat, dass das Team nicht nur optimal eingespielt ist, sondern sich auch untereinander wunderbar versteht. Die wahrscheinlich beste Voraussetzung, um weiter auf konstant hohem Niveau in der Bundesliga zu bestehen.

Auch wenn der Anspruch selbstverständlich nicht der ist, von nun an jeden Gegner, auch die Bayern und den BVB, aus dem Stadion zu fegen. So demütig sind sie bei Union dann doch. Umso wichtiger ist es, gegen Köln ein starkes Ergebnis einzufahren. Um mit dem eigenen Selbstbewusstsein zu zeigen, dass auch eine langweilige Länderspielpause den bestens aufgelegten 1. FC Union nicht stoppen kann.

Denn, und das ist die gute Nachricht für alle Fans: Bis Weihnachten gibts jetzt jedes Wochenende Union!