Loris Karius kann seine Patzer beim 1:3 im Champions-League-Finale 2018 kaum fassen. imago-images/David Klein

Berlin Anschnallen, bitte! Die Schlosserjungs aus Köpenick gönnen sich ein Stück Welt, das sie so zuvor noch nicht aus der Nähe kannten! Torwart Loris Karius (27) wird erst mal für ein Jahr vom FC Liverpool ausgeliehen. Der Paradiesvogel bringt mit Schauspiel-Model Sophia Thomalla (30) seine Herzens-Prinzessin mit zum 1. FC Union. Statt Schlosserwerkstatt ein Hauch von Märchen-Schloss.

Karius war am Sonntag aus England in die deutsche Hauptstadt geflogen. Gestern um 10 Uhr hatte er dann den ersten offiziellen Union-Termin. Zum obligatorischen Medizincheck ging’s zum Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Uni in die Philippstraße nach Mitte. Ohne Freundin Sophia. Dafür wich Marc Lettau, der Assistent von Union-Manager Oliver Ruhnert, nicht von Karius’ Seite.

Aus dem Herzen Berlins ging es dann zurück an den grünen Rand im Südosten der Stadt zur Vertragsunterschrift. Nach den Stationen Mainz 05 (91 Spiele), FC Liverpool (29/legte 2016 stolze 6,2 Mio. Euro Ablöse für den Keeper hin) und Besiktas Istanbul (55/dahin war er vom Klub von Trainer Jürgen Klopp auch ausgeliehen) steht jetzt auch der 1. FC Union in der Vita des gebürtigen Oberschwabens.

Karius, der wohl dem zuletzt bärenstarken Andreas Luthe als Nr. 1 vor die Nase gesetzt wird,  ganz artig in seinem ersten Statement: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe in Berlin und bin glücklich, wieder in der Bundesliga spielen zu können. Union ist ein spezieller Verein, der sich nicht erst mit dem Aufstieg in die Bundesliga viel Respekt erarbeitet hat.“

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Manager Ruhnert gibt das Kompliment brav zurück: „Die Verpflichtung von Loris Karius bedeutet für uns, einen Torhüter mit großer nationaler und internationaler Erfahrung zu holen. Seine Stärken sind bekannt, deshalb freuen wir uns, auf dieser wichtigen Position nun aus unserer Sicht bestens aufgestellt zu sein.“

Glamour, Erfahrung und Klasse

Mit Karius und Thomalla holen sich die Eisernen nicht nur reichlich Glamour in die Alte Försterei, sondern auch eine ganze Menge Erfahrung und Klasse. Neben den Einsätzen in den nationalen Ligen hat Karius auch 13 Spiele in der Champions League auf dem Buckel. Legendär sein Final-Auftritt 2016/17 in Kiew mit Liverpool gegen Real Madrid. Diese Nacht wurde zum persönlichen Super-GAU für Karius.

Zweimal patzte er übel, verschuldete so die 1:3-Pleite. Erst viel später kam raus, dass seine ungläubig belächelten Klopse gar nicht unbedingt seine schuld waren. Vor dem ersten Gegentor war er mit dem Kopf gegen den Ellbogen von Real-Ikone Sergio Ramos geknallt und hatte dabei eine Gehirnerschütterung erlitten, die sein räumliches Sehen beeinträchtigte.

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Die Diagnose der Mediziner half Karius aber nicht wirklich weiter. Nach dem Abend in Kiew war er in Liverpool kein Thema mehr für die Startelf und wurde zu Besiktas abgeschoben. Auch in der Türkei wurde er erst umjubelt und dann geschmäht. Jetzt also wieder Bundesliga. In Mainz wurde er zum absoluten Top-Torwart, beim 1. FC Union will er zurück auf dieses Level.