Langes Gesicht bei Sebastian Griesbeck, während Braunschweig mit Union-Leihgabe Suleiman Abdullahi jubelt. Imago/Matthias Koch

Das war - gelinde gesagt - gar nichts! Die Eisernen verlieren ihr Testspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 1:2 (0:2) und zeigen zu keinem Zeitpunkt die Stärken, die sie im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet haben. Was womöglich daran lag, dass Trainer Urs Fischer, wie erwartet, den zweiten Anzug aufbot, der jedoch mächtig kniff.

Loris Karius, Florian Hübner, Leon Dajaku, Sebastian Griesbeck, Andy Gogia - der Großteil der Startelf bestand aus Kickern, die zuletzt wenig Einsatzzeit sammeln konnten. Dazu kamen Keita Endo, sowie Cedric Teuchert und Marius Bülter, der zunächst als rechter Verteidiger aufgeboten wurde, sowie die Stammspieler Marvin Friedrich, Christian Gentner und, für eine halbe Stunde, Christopher Lenz. Auf Seiten der Gäste fanden sich mit Martin Kobylanski, Felix Kroos und Suleiman Abdullahi zudem zwei ehemalige und ein verliehener Unioner.

Und vor allem Abdullahi, der in Braunschweig zuletzt verletzungsbedingt keine gute Leihsaison erlebte, gab an der Alten Försterei sein Bestes. In der 19. und 37. Minute war er jeweils nach Flanken mit dem Kopf zur Stelle, wobei Keeper Karius beim 0:1 nicht sonderlich sicher aussah und beim 0:2 die gesamte Abwehr verschlief.

Vor allem die Umstellung nach der Auswechslung von Christopher Lenz, von einer Vierer- auf eine Dreierkette in der Defensive, sorgte offensichtlich für Chaos bei den Reservisten. Zumindest hatte der Zweitligist, für den es im laufenden Spieljahr noch um den Klassenerhalt geht, wenig Probleme im Spielaufbau.

Die Offensive der Eisernen wirkte indes müde und unorganisiert. Keita Endo verpasste zwei gute Chancen, seine Stärke im Eins-gegen-eins gewinnbringend einzubringen, Leon Dajaku fand als Max-Kruse-Vertreter hinter Spitze Teuchert gar nicht statt. Andy Gogia gab sich auf dem rechten Flügel Mühe, fand aber keine Struktur für sich und seine Mitspieler. Waren die zwei Gegentore erklärbar, so war der maue Spielaufbau gegen Braunschweig einfach enttäuschend.

Lediglich Marius Bülter besorgte sich selbst eine kleine Aufmunterung, traf in der 73. Minute zum glücklichen 1:2-Anschluss, weil Eintracht-Keeper Felix Dornebusch nach einem abgefälschten Ball in die falsche Ecke flog.