Union wie es siegt und lacht:   Cedric Teuchert (l.) jubelt mit  Max Kruse und Berlins Marvin Friedrich über den Auswärtserfolg in Hoffenheim.  Foto:
Uwe Anspach/dpa

Alle mal ganz tief durchatmen. Ja, doch, es stimmt. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Union ist besser als der große FC Bayern. Richtig gelesen. Besser als der Rekordmeister. Der ging in Hoffenheim sang- und klanglos unter. Und die Eisernen holen da mir nix, dir nix drei Zähler. Bockstark. 

Natürlich weist die Tabelle die Münchner weiterhin als besser aus als die Köpenicker. Das ist ja nicht schlimm. Ein Schicksal, das Union in einer normalen Saison sowieso mit 16 anderen Teams teilen muss.  Und vor den Münchnern zu stehen, diesen Anspruch erhebt bei den Eisernen wirklich keiner. Es geht weiterhin nur um den Klassenerhalt. 

Ja, nur darum. Nicht um Europa, falls einer sich gerade zu sehr in die Tabelle verliebt und festgestellt hat, dass die Eisernen nur ein Zählerchen hinter dem Europa-Conference-League-Platz liegen. Schöne Momentaufnahme, ja. Mehr aber auch nicht. 

Also bitte das Träumen einstellen und einfach mal nur den Moment genießen. Fünf Spiele in Folge unbezwungen ist eiserner Ligarekord. Neun Punkte nach sechs Spielen ist sensationell. In der Vorsaison hatte Union erst nach zehn Spielen so viel auf dem Konto. Nach dem 1:0 im Stadtderby sogar einen Zähler mehr. 

All das beweist derzeit, dass Union sich tatsächlich weiterentwickelt hat. Und zwar mächtig gewaltig. Nun kommen mit Bielefeld und Köln zwei Gegner, die auch als absolut machbar gelten müssen, wenn die Eisernen weiterhin so konzentriert zu Werke gehen. Union verspricht in dieser Spielzeit jede Menge Spaß.