Erst Gelb, dann Rot: Unions Nico Schlotterbeck muss gegen Mainz vom Platz. Foto: Imago/Matthias Koch

Wenn's hart kommt, dann so richtig. Das wissen jetzt auch die Eisernen, die beim 0:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 ohnehin schon schwer in die Partie finden und sich das Leben am Ende noch zusätzlich kompliziert machen. Auch, weil Pechvogel Nico Schlotterbeck erst den entscheidenden Elfmeter verursacht und dann auch noch mit Gelb-Rot vom Feld muss.

Keine Überraschungen gibt es zunächst im Aufgebot der Eisernen: Kapitän Christopher Trimmel nimmt wieder seinen angestammten Platz auf der rechten Seite ein, dazu übernehmen erneut Niko Gießelmann und Cedric Teuchert die Aufgaben der angeschlagenen Christopher Lenz und Sheraldo Becker. Einzig die Bank sorgt für Fragezeichen: Wie schon gegen den FC Augsburg steht Neuzugang Leon Dajaku gar nicht im Kader, dafür nimmt Last-minute-Transfer Petar Musa Platz.

Die Partie beginnt zäh. Mainz verteidigt hart, die Eisernen finden, wie zuletzt in Augsburg, kaum Lücken um sich zu entfalten. Stattdessen drängeln die Hausherren, in der 21. Minute steigt Union-Verteidiger Nico Schlotterbeck Gegenspieler Karim Onisiwo im Strafraum ungewollt auf den Fuß und Schiedsrichter Sascha Stegemann entscheidet auf Foulelfmeter. Hart, aber leider regelkonform. Union-Torwart Andreas Luthe ahnt die Ecke, die Moussa Niakhate schießt mit Drall so an den rechten Pfosten, dass der Ball von da unhaltbar zum 1:0 für Mainz ins Tor prallt.

Dann wird das Spiel ruppig, Adam Szalai senst Schlotterbeck um, kurz darauf Leandro Barreiro Robert Andrich. Doch die Freistöße der Eisernen wollen heute einfach nicht gelingen, richtige Torgefahr kommt vor der Pause nicht auf.

Im zweiten Durchgang starten erneut die Hausherren etwas wacher. In der 49. Minute flankt Onisiwo auf Szalai, der mit voller Wucht aufs Tor köpft und nur in einem glänzend parierenden Luthe seinen Meister findet. Dann wacht auch Union endlich auf, versucht es mit Taiwo Awoniyi und Robert Andrich aus der Distanz, doch richtig zählbar ist das nicht.

Als dann Schlotterbeck in der 55. Minute Barreiro zu Fall bringt, zögert Stegemann keine Sekunde und zeigt Gelb-Rot, was im selben Zuge jegliche Ausgleichsbemühungen der Eisernen zunichte macht. Hatten die Mainzer schon vorher wenig Probleme, die Unioner am Torabschluss zu hindern, haben sie das Spiel nun auf ihrer Seite. Daran ändert auch die Einwechslung von Neuzugang Musa nichts, der in Unterzahl auch keine nennenswerten Akzente setzen kann.

Bitter für die Eisernen, die nach der Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt mittlerweile seit vier Partien auf einen Sieg warten und im gleichen Zeitraum nur einen Punkt holen konnten. Eine neue Chance wartet am kommenden Sonnabend gegen den FC Schalke 04. Dann aber ohne den gesperrten Schlotterbeck.