Sven „Air“ Michel köpfte mit dem 1:0 gegen den FC Viktoria das erste Tor der Spielzeit 2022/23 für den 1. FC Union.
Sven „Air“ Michel köpfte mit dem 1:0 gegen den FC Viktoria das erste Tor der Spielzeit 2022/23 für den 1. FC Union. City-Press/Matthias Renner

Durchwachsener Auftakt in die neue Spielzeit für die Eisernen. Bei Drittligaabsteiger FC Viktoria 89 kam der 1. FC Union im ersten Testspiel des Jahres zu einem dünnen 3:1 (2:0)-Erfolg. 

Von den insgesamt sieben eisernen Neuzugängen bekamen die Unionfans unter den 2324 Besuchern im Jahnsportpark allerdings nur ein Quartett zu sehen. Lennart Grill, Janik Haberer und Jamie Leweling kamen gar nicht zum Einsatz. Natürlich wurde auch noch ohne die Länderspielrückkehrer, die ja alle erst in dieser Woche ins Training eingestiegen sind, gekickt.

Und aus Gründen der Belastungssteuerung wechselte Trainer Urs Fischer zur Pause beinahe komplett durch. Mehr als 45 Minuten sollte keiner gehen nach der ersten, anstrengenden Trainingswoche.

So gab es vor der Pause bei einem typischen Auftaktkick mit viel Luft nach oben einen Doppelpack von Sven „Air“ Michel zu bewundern, der den Himmelblauen zwei Kopfbälle ins Netz legte (1./35.). Dabei agierte Michel auf einer für ihn ungewohnten Position hinter den Spitzen, eher als Achter. Sheraldo Becker traf zudem noch einmal den Pfosten.

In der zweiten Halbzeit wurde aus dem 4-3-3 vor der Pause ein 4-1-4-1 mit Kevin Behrens als alleinige Spitze. Aljoscha Kemmlein spielt zunächst weiter, weil Paul Seguin ja noch etwas Trainingsrückstand hatte. Der kam dann nach 54 Minuten.

Durmushan mit dem Ehrentreffer für Viktoria

Sehr viel aufregender wurde es dadurch auch nicht. Viktoria hielt tapfer dagegen und Union wirkte bei allem Bemühen etwas bleiern. Verständlicherweise konnte da noch nicht viel Spielfluss sein. Doch dann bediente Tim Skarke seinen Kollegen Andreas Voglsammer mustergültig und der Bayer schraubte das Ergebnis in eine angemessenere Dimension mit dem 3:0 (60.).

Aber die Hausherren kamen durch Ünal Durmushan dennoch zu ihren Ehrentreffer (81.). Ein Treffer aus dem Nichts. Aber das kümmerte verständlicherweise keinen bei den Himmelblauen.

Trainer Urs Fischer war dennoch zufrieden. Schließlich hatte er die Jungs in der Morgeneinheit kräftig gescheucht. „Die haben ein hartes Training gehabt. Für das muss ich sagen, bin ich sehr zufrieden wie sie unterwegs waren. Sie waren aktiv, haben versucht zu agieren. Die Müdigkeit haben sie versucht wegzustecken“, sagte der Schweizer.

Union 1. HZ: Busk – Maciejewski Doekhi, Heintz, Gießelmann – Kemmlein, Möhwald – Michel – Becker, Sanaogo, Endo ­

Union 2. HZ: Stein – Jaeckel, Knoche, van Drongelen, Dehl – Kemmlein (54. Seguin) – Skarke, Pantovic, Öztunali, Voglsammer – Behrens

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