Danilho Doekhi dreht jubelnd ab. Soeben hat er das 2:1 für den 1. FC Union gegen Hoffenheim erzielt.
Danilho Doekhi dreht jubelnd ab. Soeben hat er das 2:1 für den 1. FC Union gegen Hoffenheim erzielt. Imago/Matthias Koch

Bis repetita non placent!, wusste schon der alte römische Dichter Horaz und dank Asterix heute jedes Kind. Wiederholungen gefallen nicht! Doch was das Spiel des 1. FC Union angeht, da kam der Anhang der Eisernen aus dem Jubeln gar mehr raus nach den beiden baugleichen Treffern durch Danilho Doekhi, der die Kugel jeweils nach einer Flanke von Christopher Trimmel in die  Maschen schädelte. Blatt gewendet und mit dem 3:1 (0:1) – am Ende traf auch noch Jamie Leweling  (90.+6) – den ersten Dreier des Jahres eingefahren.

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„Du weißt, dass der Ball gut kommen wird. Wenn du dann mit gutem Timing ankommst, kannst du den Ball aus dem Lauf nehmen“, sagte Doekhi nach dem 3:1 über die Standards seines Kapitäns. Es waren die Kopfballtore neun (73.) und zehn (89.) der Eisernen in der Liga: Bestwert! „Das ist eine unserer Waffen. Wir trainieren das viel und müssen weiter daran arbeiten“, sagte der Torschütze, der bei Interviews Fragen auf Deutsch akzeptiert, seine Antworten aber lieber auf Englisch formuliert.

Als Unions Spezialist für Standardtore will sich Danilho Doekhi auf keinen Fall verstanden wissen. „Wir haben auch Behrens. Siebatcheu kann auch Tore nach Standards machen. Knoche hat schon ein Tor so gemacht. Wir haben viele Spieler, die das können. Die letzten Male war ich es dann“, sagte der 24-jährige Niederländer und strahlte dabei wie ein Honigkuchenpferd.

Doekhi bescherte dem 1. FC Union schon zwei Siegtore

Der Ex-Kapitän von Vitesse Arnheim, der im Sommer ablösefrei aus den Niederlanden nach Köpenick gelotst wurde, hatte in dieser Spielzeit zuvor ja schon mal für ausufernden Jubel längs der Wuhle gesorgt, als er im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach in der siebten Minute der Nachspielzeit den Eisernen den umjubelten Siegtreffer bescherte. Seinerzeit auf Vorarbeit von Jamie Leweling.

„Diese Tore sind die schönsten“, jubelte Matchwinner Doekhi. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal zwei Tore erzielt habe.“ Gern hätten wir da seinem Gedächtnis auf die Sprünge geholfen, aber die verfügbaren Daten listen keinen Doppelpack im Profibereich auf. Wird also in seinen fernen Jugendtagen gewesen sein. So man bei einem erst 24-Jährigen von ferner Jugend sprechen darf.

In Bremen könnte Doekhi für den 1. FC Union wieder rechts spielen

Dass er sich durch diese Spiele in die Notizbücher einiger europäischer Topklubs gespült habe, wie gleich von Transferexperten auf Twitter angemerkt wurde – geschenkt. In diesem Winter wird er kaum den Schuh machen. Man sollte das eher unter dem Gesichtspunkt der Weiterentwicklung des Klubs abhaken. Manager Oliver Ruhnert hat halt ein gutes Händchen dafür, junge, talentierte Spieler nach Köpenick zu holen, die dann kontinentales Interesse erregen. Die Manager anderer Klubs sind ja auch nicht alle mit dem Klammerbeutel gepudert.

Zumal Doekhi in der Innenverteidigung sehr flexibel ist, sowohl rechts wie links kann. Ich habe mit beiden Positionen kein Problem, hatte der Rechtsfuß noch kurz vor dem Re-Start erklärt. Gut möglich, dass er am Mittwoch in Bremen (20.30 Uhr/Sky) gleich wieder die Seiten wechseln muss. Denn Diogo Leite hat seine sich in Freiburg eingehandelte Sperre abgesessen. Und der Portugiese fühlt sich als Linksfuß auf der linken Seite wohler.

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