Joel Pohjanpalo trainierte am Mittwoch bereits bei Union mit. Foto: Matthias Koch

1,86 Meter, 32 Länderspiele für Finnland und ein echter Torjäger – Joel Pohjanpalo passt perfekt zu den Eisernen! Am Mittwoch unterschrieb der 26-Jährige, der bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag steht, einen Leihvertrag in Köpenick, die beiden Teams vereinbarten zudem eine Kaufoption. Statt des dreieinhalb Millionen Euro teuren Philipp Hofmann (Karlsruher SC) sichern sich die Eisernen ein echtes Schnäppchen, was noch besser ins Team von Trainer Urs Fischer passt als der eigentliche Wunschsspieler Hofmann.

Denn der feierte erst im vergangenen Jahr seinen Durchbruch in der zweiten Bundesliga. Pohjanpalo zeigt hingegen seit einigen Jahren, dass er weiß, wo das Tor steht. Vor allem als Joker. „Es gibt einfach Spielertypen, die nicht lange brauchen, um auf die richtige Temperatur zu kommen. Joel ist so einer. Er brennt immer. Auch wenn er nur eine Minute spielt, will er auf dem Platz etwas zeigen. Da ist er total fokussiert“, erklärte Leverkusens Stürmerlegende Stefan Kießling erst vor einigen Monaten in der „Hamburger Morgenpost“. Ausgerechnet gegen den HSV, bei dem er in der vergangenen Saison in 14 Einsätzen neun Treffer erzielte, traf er mal dreifach in nur 18 Minuten.

Weil er also sowohl von der Bank als auch von Beginn an kommen kann, macht die Pohjanpalo-Leihe die Eisernen im Angriff noch vielseitiger. Hofmann hätte in Anbetracht seiner hohen Ablösesumme in der Startelf stehen müssen. Nach dem Transfer von Taiwo Awoniyi haben die Unioner da aber eigentlich gar keinen richtigen Bedarf mehr. Stattdessen kann Urs Fischer nun variieren, Pohjanpalo an der Seite von Max Kruse von Beginn an bringen oder spät im Spiel für das entscheidende Tor einwechseln.

Der Finne freut sich ebenfalls tierisch auf sein Engagement bei den Eisernen: „Nach dem halben Jahr beim HSV ist es für mich wichtig, jetzt weiterhin die Chance zu haben, mich auf höchstem Niveau zu beweisen und die Leistung zu bestätigen. Union ist ein toller Verein, den ich schon aus meiner Zeit in der zweiten Bundesliga kenne und mit dem ich in dieser Saison unbedingt die Bundesliga halten möchte. Ich freue mich jetzt schon auf die Spiele im Stadion An der Alten Försterei.“

Ob er sein Debüt bereits am Freitag gegen den FSV Mainz 05 feiern wird, ließ Union-Trainer Fischer wie gewohnt offen, kommentierte nur: „Er ist eigentlich bereit, ins Geschehen einzugreifen.“