Julian Ryerson und Genki Haraguchi freuen sich nicht nur über ein Tor gegen Zilina, sondern dass der 1. FC Union endlich wieder loslegen kann. 
Julian Ryerson und Genki Haraguchi freuen sich nicht nur über ein Tor gegen Zilina, sondern dass der 1. FC Union endlich wieder loslegen kann.  Imago/Matthias Koch

Vorfreude, schönste Freude, nicht nur im Advent. Es geht wieder los. Endlich. Wenn am Sonnabend im Stadion An der Alten Försterei der Ball wieder rollt, ist eine schier endlose Zeit endlich vorbei. Ganze 70 Tage hat dann der 1. FC Union nicht mehr um Punkte gespielt. Und natürlich steigt bei allen die Vorfreude, dass die Entzugserscheinungen mit dem Auftakt-Kick gegen Hoffenheim vorbei sein werden. Dieses komische Turnier in einem Wüstenstaat war ja nicht mal ein billiges Methadon-Ersatzprogramm für die Union-Süchtigen dieser Welt.

Der Fan kann ohne Bangen und Zittern den kommenden Spielen entgegenfiebern. Die paar fehlenden  Zählerchen zum Klassenerhalt werden die Eisernen entlang des Weges schon einsammeln. Ein Heimspiel gegen Hoffenheim lässt auf drei Punkte hoffen, auswärts in Bremen haben die Eisernen zuletzt zweimal in Folge gepunktet. Dann kommt das Derby.

Ein guter Start und es könnte einmal mehr etwas Großes entstehen beim Tanz auf drei Hochzeiten. Für die Eisernen gilt daher das alte Motto: „Alles kann, nichts muss.“

Der 1. FC Union kann wieder etwas Großes erreichen

Union wird in den kommenden Monaten einfach Spaß machen. Die erneute Qualifikation für das internationale Geschäft ist möglich, auch wenn die Konkurrenz drückt. Im DFB-Pokal winkt erneut der Vorstoß in die Runde der letzten acht.

Und auch ein aus Köpenicker Sicht historischer Einzug ins Achtelfinale der Europa League ist kein Ding der Unmöglichkeit. Sicher, gegen Ajax sind die Eisernen Außenseiter. Aber in der Rolle des Underdogs haben sie sich eh immer pudelwohl gefühlt. Zumal Amsterdam anders als in Vorjahren in Liga und Champions League nun wahrlich keine Bäume ausgerissen hat.

Die Sinne beim 1. FC Union sind wieder geschärft

Leistungsträger wurden bislang nicht abgegeben und sollen es eigentlich auch nicht. Jerome Roussillon könnte einen größeren Eindruck hinterlassen als bislang Tymoteusz Puchacz. Nach wie vor ist die Homogenität der Truppe ihr größtes Plus. Ausfälle – gegen die TSG muss Leite passen, im Hinspiel bei Ajax Trimmel und Haberer – konnten bislang immer kompensiert werden.

In der Vorbereitung zeichnete sich nirgends ab, dass sich das ändern könnte. Die Pause scheint den Jungs einfach gutgetan zu haben. Mitte November waren die Köpenicker ja doch etwas auf dem Zahnfleisch gekrochen.

Dass Trainer Urs Fischer nach dem letzten Testspielsieg gegen den MSK Zilina (3:1) einiges zu bemängeln hatte bei seiner Truppe, kann man auch positiv werten. So bleiben die Sinne geschärft. Lasset also die Spiele beginnen!

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