Trainer Urs Fischer hatte nach acht Spiele ohne Pleite in Folge jetzt mal wieder eine Niederlage zu beklagen.  Foto: City-Press

Je länger eine Serie hält, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie reißt. Acht Spiele waren die Eisernen ungeschlagen. Alle Neune wurden es nicht.  

Doch anders als beim 0:4 im Mai können die Köpenicker hocherhobenen Hauptes zurück in den Südosten fahren. Diesmal waren sie bereit gewesen für das Derby. Dass es nicht hingehauen hat, nun gut, in Unterzahl über nahezu 70 Minuten ist nun einmal schlecht Widerstand zu leisten. Auf Dauer konnte bei allem vorhandenen Einsatz da nur mit viel Glück das Spiel schadlos überstanden werden. 

Ach, was wäre das in normalen Zeiten ohne die Pandemie für eine Rückfahrt in der S-Bahn geworden. Über 70.000 bierseelige Fans beim Fachsimpeln und beim Frotzeln. So blieb wieder einmal nur das Schauen am heimischen Fernseher. Kein wirklicher Ersatz. Und das leere Rund bot mit seinen verwaisten Sitzen in Mausgrau eben die Kulisse, die so ein Geisterspiel ausmacht. Alles wenig prickelnd.

Doch die neuerliche Pleite beim Stadtrivalen ist für die Eisernen alles andere als ein Beinbruch oder Makel. Nach wie vor stehen sie glänzend in der Tabelle da mit ihren 16 Zählern aus den ersten zehn Spielen. Das alleine zählt. Jetzt gilt es sich den Mund abzuputzen, zu schütteln, ein paar tröstende Worte für den übermotiviert handelenden und völlig zu Recht vom Platz geflogenen Robert Andrich sollten auch noch gefunden werden. Und dann heißt es noch bis Weihnachten einfach weiter Punkte für das Unternehmen Klassenerhalt zu hamstern. So viele wie möglich.