So voll wird die Hütte am 5. September nicht, aber 5000 Fans sollen rein ins Stadion gegen Nürnberg. Foto: Imago Images/Koch

Union lässt nicht locker und kämpft mit aller Macht dafür, einige der treuen Anhänger wieder im Stadion zu haben. Und mit ihnen wenigstens ein bisschen von der sonst so gigantischen Fan-Stimmung ins Ballhaus des Ostens zu bekommen.

Wie das gehen könnte trotz des Verbots von Großveranstaltungen? Die Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin gibt das her. Laut der sind ab 1. September in Berlin wieder Freiluftveranstaltungen mit bis zu 5000 Personen zugelassen.

Zieht man die Spieler beider Teams, Ordner, Sanitäter, Mitarbeiter der Cateringstationen und auch die Pressevertreter ab, dann werden rund 4500 Union-Anhänger erstmals seit dem 1. März gegen Wolfsburg (2:2) wieder ein Spiel in ihrem „Wohnzimmer“ sehen.

„Wir schöpfen den rechtlichen Rahmen der Berliner Infektionsschutzverordnung aus, die vom Senat bestätigt und bis Jahresende verlängert worden ist“, sagt Klubsprecher Christian Arbeit.

Nürnberg weihte vor 100 Jahren am 7. August 1920 die Alte Försterei gegen Union-Vorläufer Union Oberschöneweide ein. Die Clubberer siegten als damaliger Deutscher Meister mit 2:1. Jetzt ist auch dieses Spiel ein Neuanfang.

Aber leider nur für wenige Fans. Die Online-Tickets gibt es bis Sonntagnacht lediglich im Losverfahren für Vereinsmitglieder.

Und weil es kein DFL-Spiel ist, werden auch die drei Stehplatztribünen genutzt. Um Abstand halten zu können, sind die Plätze dort gekennzeichnet. Die Tickets werden personalisiert. Nur mit Mitgliedsausweis, Ausweis und Mund- und Nasen-Schutz erfolgt der Zutritt zur Alten Försterei. Am Platz darf dann die Maske abgenommen werden.