Unions Grischa Prömel kann die Niederlage in Wolfsburg nicht so recht fassen.
Unions Grischa Prömel kann die Niederlage in Wolfsburg nicht so recht fassen. imago/Julius Frick

Natürlich, Max Kruse wieder. „Ich finde es gerecht“, resümierte Kruse bei Sky nach dem 1:0 (1:0) seines neuen Dienstherren VfL Wolfsburg gegen seinen Ex-Klub Union. Eine Ansicht, die der exzentrische Superstar mal wieder exklusiv hatte. Denn die Hausherren waren über weite Strecken das schlechtere Team und profitierten zudem von einem Eigentor der Köpenicker, das Taiwo Awoniyi unterlief.

Seine Ex-Kollegen hatten aber ein anderes Spiel beobachtet. „Wahnsinn, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Wir spielen auf ein Tor. Ich weiß gar nicht, wie viele Chancen wir uns erspielt haben. Deshalb ist das sauärgerlich“, betonte Unions Grischa Prömel bei Sky.

Zudem regte sich Unions Vize-Kapitän darüber auf, dass Schiedsrichter Pattrick Ittrich die entscheidende Szene vor dem nicht gegebenen Ausgleich durch Sheraldo Becker (54.) nicht noch einmal auf dem Monitor überprüft. „Für mich ist Arnold schon im Fallen. Der verliert die Balance, dadurch hat Taiwo Awoniyi den kleinen Vorteil und der kippt nur um“, so Prömel. Unverständnis also, dass der Kölner Keller nicht eingriff.

Ryerson will Foul statt Ecke vor dem Eigentor

Ähnlich beurteilte das Julian Ryerson, der einmal mehr in dieser Saison den nun bis 2023 bleibenden Christopher Trimmel vertreten hatte. „Das ist ein Spiel, dass wir auf jeden Fall gewinnen können. In allen Parametern waren wir eigentlich besser. „Das ist so bitter, dass wir so ein Spiel verlieren. Wir hatten so viele Chancen. Da waren oft Kleinigkeiten, die fehlten. Und deren Tor fällt ja auch erst nach einem Eckball, aber das Foul vorher gegen unseren Spieler wurde nicht gepfiffen“, haderte auch der Norweger mit Ittrich nicht nur in dieser Szene.

„Awoniyis Einsatz war für mich kein Foul. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, er muss so etwas auf beiden Seiten gleich pfeifen. Und ja, es geht schnell. Das passiert. Aber es ist umso bitterer“, so der Rechtsverteidiger.

Natürlich taugt der Hamburger Referee nicht zum alleinigen Sündenbock. Die Eisernen müssen sich da auch an die eigene Nase fassen. Wenn man seine Chancen - 17:9 Torschüsse für Union! - nicht nutzt, na dann ...

Der Abstand nach oben droht zu wachsen für Union

Auch Trainer Urs Fischer hatte da keine andere Meinung. „Am Anfang brauchten wir etwas, um ins Spiel zu kommen. Da hatten wir Glück mit dem Pfostentreffer. Danach war es ein bisschen ein Steigerungslauf. Die zweite Hälfte war dann sehr, sehr dominant von meiner Mannschaft. Es ist eigentlich Wahnsinn. Du nimmst nichts mit und das Tor für Wolfsburg schießt du auch noch selbst. Das ist wirklich sehr hart.“

Union muss nun aufpassen, dass der Abstand zu den Europacup-Rängen nicht zu groß wird. Sicherlich, nicht das erklärte Saisonziel. Aber wenn man schon mal dran schnuppert so wie in der letzten Spielzeit, möchte man nicht abreißen lassen, sondern auf Schlagdistanz bleiben.

Lesen Sie hier mehr über die Eisernen>>