Erfolgreiches Gespann: Manager Oliver Ruhnert (l.) und Trainer Urs Fischer. Foto: imago images

Auf dem Wunschzettel stand es schon lange, doch die Bescherung erfolgte nun erst zwei Tage nach Heiligabend: Am Sonnabend gaben die Eisernen bekannt, dass sie sich mit Profifußball-Geschäftsführer Oliver Ruhnert auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung geeinigt haben. Die genaue Laufzeit bleibt wie gewöhnlich ein Geheimnis.

Das ist im Dezember die zweite richtig gute Nachricht: Am 8. Dezember machte Union ja bereits öffentlich, dass Trainer Urs Fischer (54) über die Saison hinaus Trainer der Köpenicker bleibt. Nun also Ruhnert (49), womit die beiden Baumeister des eisernen Erfolgsprojekts zusammen die nächsten Entwicklungsschritte planen und vollziehen können.

Das goldene Händchen des Kaderplaners

Die aktuelle Saison ist einmal mehr der Beweis für das goldene Händchen, das der Kaderplaner besitzt. Schon im ersten Bundesligajahr hatten die Köpenicker die Qualitäten im Kader, um nicht ernsthaft in Abstiegssorgen zu geraten.

Und wer glaubte, dass Union bestimmt in dieser Saison Probleme bekommen würde, weil es vielen Aufsteigern nach der Anfangseuphorie so schwerfällt, sich zu etablieren, sah sich grob getäuscht.

Nicht nur der zurzeit verletzte Spielmacher Max Kruse (32) hob das Niveau, ein Großteil der Neuen erweist sich als Verstärkung: Andreas Luthe (33) ist ein Ruhepol im Tor, Taiwo Awoniyi (23) entwickelt sich immer mehr zum Torjäger, Robin Knoche (28) ist in der Innenverteidigung gesetzt. Beim 2:1 gegen den BVB zuletzt standen mit Sebastian Griesbeck und Cedric Teuchert Profis in der Startelf, die vor ihrer Union-Zeit unter dem Radar schwebten. Längst spricht keiner mehr von Sebastian Andersson, der Tor-Lebensversicherung der Vorsaison.

Union-Boss Zingler lobt Ruhnert

Kein Wunder also, dass Union-Boss Dirk Zingler die bisherige Arbeit Ruhnerts als „ausgesprochen erfolgreich“ bezeichnet und froh ist, „dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen und in der bewährten Konstellation weiterarbeiten“.

Ruhnert sagte in der Vereinsmitteilung vom Sonnabend: „Union in der Bundesliga zu halten, ist eine spannende Aufgabe, die mich herausfordert und reizt.“ Vor allem „die Art und Weise, wie wir hier bei Union zusammenarbeiten, macht mir Spaß, und deshalb freue ich mich, auch weiterhin Teil dieses Teams zu sein“.