Gibt in Zukunft bei der TSG Hoffenheim den Ton an: Noch-Union-Profi Grischa Prömel. Imago

Robert Andrich, Marvin Friedrich, Max Kruse und jetzt auch noch Grischa Prömel! Der 1. FC Union musste zuletzt einiges wegstecken und verliert mit dem Mittelfeldmann nicht nur den nächsten guten Kicker, sondern eine richtige Identifikationsfigur! Besonders bitter: Während die anderen noch Millionen einbrachten, kassiert Union-Manager Oliver Ruhnert für Prömel keinen Cent!

Prömel: Heimat statt Denkmal

Er hatte mit offenen Karten gespielt, zuletzt betont, dass er durchaus am Grübeln sei. Nun ist die Entscheidung gefallen. Und Prömel, mit 27 Jahren im besten Fußballeralter, hat sich für die TSG Hoffenheim und damit für eine Rückkehr in seine sportliche Heimat und gegen ein eisernes Denkmal entschieden.

Das hätten ihm die Fans des 1. FC Union wohl sofort gebaut, hätte der Blondschopf, seit 2017 an der Wuhle, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nach fünf Jahren im eisernen Trikot erneut verlängert.

Nur zur Erinnerung: Als Prömel nach Köpenick kam, hießen seine Mitspieler Toni Leistner und Fabian Schönheim, Damir Kreilach und Stephan Fürstner, Felix Kroos und Steven Skrzybski, Simon Hedlund und Michael Parensen und natürlich Christopher Trimmel.

Union-Manager Ruhnert lobt Prömel

Wie groß auch die Wertschätzung für Prömel bei den Union-Bossen war und ist, erklärt Manager Ruhnert: „Grischa ist zusammen mit Union über die Jahre gewachsen und hatte großen Anteil am Erfolg des Vereins. Doch nicht nur sportlich war Grischa ein wichtiger Teil der Mannschaft.“

Für den gebürtigen Stuttgarter geht es also zurück in den Süden, näher ran ans heimische Ländle. Für die TSG spielte Prömel bereits von 2013 bis 2015, holte mit den Kraichgauern die Deutsche Meisterschaft mit der A-Jugend.

Prömel macht damit den berühmten „nächsten Schritt“, der ihn sicherlich auch finanziell in neue Sphären katapultiert. Gut möglich, dass die Abschiede von Andrich (Leverkusen), Friedrich (Gladbach) und Kruse (Wolfsburg), besonders Letzterer hatte ja keinen Hehl aus seinen Geldmotiven gemacht, Prömel überzeugten, dasselbe zu tun.

Bitter für Union: Während das Trio noch Millionen (für Andrich gab es rund 6,5 Mio., Friedrich und Kruse brachten je 5 Mio.) in die Klub-Kasse spülte, verlässt die Arbeitsbiene Prömel Köpenick zum Nulltarif. Fakt ist auf jeden Fall auch: Union verliert mit Prömel einen richtig guten Kicker, der noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist.

Prömel schmerzt Union-Abschied

Prömel selbst offenbart, dass ihm der Abschied aus Köpenick alles andere als leicht fällt. Ihm werde es fehlen, „morgens auf den Parkplatz an der Alten Försterei zu fahren und die ersten Mitarbeiter zu treffen, die dich mit einem Lächeln im Gesicht begrüßen“, erklärte er in seiner typischen unkonventionellen Art.

Der Aufstiegsheld von 2019 weiter: „Ich habe mit Union – dem Verein, den Fans und den Mitarbeitern – in den letzten Jahren sehr viel erlebt. Wir sind gemeinsam aufgestiegen, haben uns den Traum von der Bundesliga verwirklicht und uns dann für Europa qualifiziert. Diese besondere Zeit hat mich tief geprägt und wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Vor allem das Gefühl von Gemeinschaft, die Stimmung und Atmosphäre machen den Verein zu etwas Einmaligem.“

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