Sven Michel humpelt mit dick bandagiertem rechten Knöchel vom Trainingsplatz des 1. FC Union in Österreich.
Sven Michel humpelt mit dick bandagiertem rechten Knöchel vom Trainingsplatz des 1. FC Union in Österreich. Imago/Matthias Koch

Das hat er sich anders vorgestellt. Aber so was von. Sven Michel, im Januar im Zuge des Max-Kruse-Abgangs für 2 Millionen Euro verpflichtet, wollte in seinem zweiten Union-Halbjahr so richtig durchstarten. Doch jetzt muss der 31-Jährige kürzer treten. Eine im Trainingslager in Neukirchen zugezogene Knöchel-Blessur ist ein herber Rückschlag für seine Stammelfambitionen.

Bei einer Spielform verletzte sich der Angreifer am Mittwochvormittag im Sprunggelenksbereich. Mit dick bandagiertem rechten Knöchel humpelte Michel vom Trainingsplatz in Neukirchen. Eine Diagnose teilte der 1. FC Union wie üblich nicht mit. Doch auch Donnerstag war nicht an normalem Übungsbetrieb für ihn zu denken.

Von zwei bis drei Tagen Pausen sprach der Blondschopf im Salzburger Land selber. Wäre Glück im Unglück. Doch in dieser heißen Phase der Vorbereitung ist selbst das nicht sonderlich förderlich.

Union-Idol Torsten Mattuschka glaubt an Sven Michel

Als er im Januar seine Zelte in der Hauptstadt aufschlug, hoffte er auf mehr als nur zwei Startelfeinsätze in der Liga. Ihm blieb vor allem eine Jokerrolle vorbehalten. Auch wenn er gerade im Saisonendspurt an wichtigen Treffern beteiligt gewesen war. „Der ganze Wechsel war nicht so einfach für ihn. Dann wurde er wieder Papa. Aber wenn der sich richtig eingewöhnt hat, mehr Minuten bekommt, kann der zeigen, was in ihm steckt“, hatte Ex-Union-Kapitän Torsten Mattuschka dem KURIER gesagt.

Logisch, dass sich Michel nach dem Abgang von Taiwo Awoniyi eine größerer Rolle im Team von Urs Fischer erhofft hatte. Knipsen kann er ja. Drei Treffer und zwei Vorlagen in nicht einmal 330 Erstligaminuten sind keine so üble Quote.

Sven Michel bleibt beim 1. FC Union vorerst nur wieder die Jokerrolle

Doch der mit 2 Millionen Euro bis zu diesem Sommer drittteuerste Einkauf der Köpenicker bekam jüngst mit Jordan Siebatcheu wieder jemand vor die Nase gesetzt. Der Franko-Amerikaner wird nicht nur aufgrund seiner Ablöse in Höhe von sechs Millionen Euro zunächst gesetzt sein.

„Deswegen werde ich trotzdem versuchen, meine Leistung zu bringen, und mir mein Plätzchen erarbeiten“, hatte Michel zum Beginn der Vorbereitung fast trotzig gesagt. Nur mit maladem Knöchel ist es erst einmal schwer, sich bei Fischer aufzudrängen. Zumal er die beiden Testspiele im Salzburger Land am Freitag gegen Dynamo Budweis (14.30 Uhr) und am Sonnabend (14.15 Uhr) gegen Udinese Calcio verpasst.

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