So sehen Sieger aus: Die Kicker des 1. FC Union jubeln im Freiburger Europa-Park über den erneuten Einzug nach Europa. Bringt Kohle satt für die Eisernen. imago/Sport-Foto Rudel

Was für ein Wochenende der Eisernen. Nun gut, die Königsklasse ist futsch. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass man in einem Spiel drei Punkte und 30 Treffer aufholen kann? Aber zum zweiten Mal in Folge nach Europa zu kommen, das hat was. Und es geht immer noch um was. Die Frage, ob Conference League oder womöglich Europa League die internationale Spielwiese wird für Christopher Trimmel & Co., steht im Raum. Der Saisonabschluss-Kick der Köpenicker gegen den VfL Bochum (Sonnabend, 15.30 Uhr/Sky) entscheidet zwar nicht mehr über das Wohl und Wehe der Spielzeit, aber er stellt Weichen. Denn es ist ein Fünf-Millionen-Euro-Spiel für die Eisernen.

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Im jüngsten der drei europäischen Wettbewerbe ist ja der Start in der Gruppenphase nicht garantiert. Alle Vereine müssen in der Conference League durch das Nadelöhr Play-offs. Erst dann steht fest, ob man die Grundalimentierung von 2,94 Millionen Euro einstreichen kann. Positiv für die Eisernen: Diesmal sollten sie in den K.-o.-Spielen zur Vorrunde zu den gesetzten Klubs gehören.

Union will Rang sechs verteidigen

Natürlich wäre die Europa League vom Prestige her besser. Zudem gibt es für Bundesligisten auch keine K.-o.-Runde. Und grundsätzlich winkt in der zweithöchsten Spielklasse natürlich mehr Kohle. 3,63 Millionen Euro wären also garantiert. Weitere 630.000 Euro pro Sieg und 210.000 Euro pro Unentschieden in der Gruppenphase. Also gilt es, Rang sechs in der Liga zu verteidigen.

Auch über den Klub-Koeffizienten der Uefa kommen noch mal 132.000 Euro hinzu. Über den Daumen gepeilt sind die Erlöse um 20 Prozent höher als in der Conference League. Auch dafür war das 4:1 in Freiburg eben soooo wichtig.

Grundsätzlich machen die Eisernen einen Riesensatz, was die TV-Gelder angeht. In der aktuellen Saison konnte Union als 14. des Rankings 39,4 Millionen Euro einstreichen. Für die kommende Spielzeit gibt es für die Eisernen erstmals Kohle aus der internationalen Vermarktung der Bundesliga. Das sind 1,6 Mio. aus der Fünfjahreswertung und etwas mehr als 500.000 Euro aus dem Zehnjahresvergleich.

National werden Hertha BSC, Mainz, Augsburg und Stuttgart im TV-Ranking überholt. Bis auf Rang zehn stößt Union vor, kann also auch ohne den internationalen Wettbewerb schon mit Fernsehgelder in Höhe von 54 Millionen Euro rechnen.

Ein gewaltiger Sprung zu dieser Saison! Rund 33 Prozent mehr als noch in der Spielzeit 21/22. Eiserner die Kassen nie klingelten ...

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