Bei Hofe hätte man gesagt: Urs Fischer was not amused! Der Trainer des 1. FC Union war mit dem letzten Test der Eisernen zu großen Teilen nicht einverstanden.
Bei Hofe hätte man gesagt: Urs Fischer was not amused! Der Trainer des 1. FC Union war mit dem letzten Test der Eisernen zu großen Teilen nicht einverstanden. Imago/Matthias Koch

Sechs Spiele, sechs Siege – alles Schall und Rauch für Urs Fischer, den Chefcoach des 1. FC Union. Waren ja nur Tests. Vorbereitungskicks eben. „Resultate in der Vorbereitung täuschen auch“, redete Fischer Klartext.  Wo man wirklich steht, „das werden wir kommende Woche nach dem Spiel gegen Hoffenheim wissen“, so der Schweizer Fußballlehrer. Zwei ernsthafte Gegner hat der 56-Jährige bei den Eisernen ausgemacht nach dem 3:1 gegen den MSK Zilina im letzten Vorbereitungsspiel vor dem Ligastart kommendes Wochenende – sich selber und die Grippe!

Letzterer Punkt erklärt sich quasi fast von alleine. Gegen die Slowaken musste Fischer auf Sheraldo Becker, Sven Michel, Rani Khedira und Jamie Leweling verzichten. Alles durch Infekte bedingt. „Im Moment geht die Grippe wirklich um. Bei uns hat es doch den einen oder anderen erwischt. Ich hoffe, dass sie schnellstmöglich wieder zurückkommen“, so Fischer.

Zum einen wird das natürlich hervorgerufen durch die Umstellung vom sonnigen Spanien auf das nasskalte deutsche Klima. Sowie einen eigentlich erfreulichen Faktor. „Es hat ja auch damit zu tun, dass sie auch Familien haben. Kleine Kinder. Die nehmen es mit nach Hause, es braucht dann halt nicht viel. Das ist was Normales, eigentlich sehr Schönes. Und es ist zum Glück nicht Corona, sondern sie haben eine Grippe. Natürlich unglücklich jetzt vor dem letzten Test, aber das muss man akzeptieren. Ich hoffe, dass sie am Dienstag wieder ins Training einsteigen können“, so Fischer mit einem Lächeln.

Fischer bemängelt zu viele einfache Fehler bei den Kickern des 1. FC Union

Weniger zum Lächeln zumute war ihm allerdings, wenn er an den Kick gegen Zilina dachte. „Gerade in der ersten Hälfte defensiv, das hat mir nicht gefallen. Da waren wir nicht konsequent genug. Da haben wir viel zu viel zugelassen, das war nicht gut. Es gab dann auch die eine oder andere Situation, wo der Gegner von hinten aufbauen konnte. Das war mir dann auch zu einfach“, grantelte der 56-Jährige.

„Am Schluss musst du präzise sein. Da haben wir uns in der ein oder anderen Situation im Aufbauspiel zu fest in Druck gespielt. Da musst du ’e andere Lösung hinbekommen. Und wir hatten auch den ein oder anderen unnötigen Ballverlust. Das war mir manchmal zu einfach“, so Fischer nach der von den Ergebnissen her besten Vorbereitung in seiner Zeit beim 1. FC Union.

Der 1. FC Union startet gleich wieder mit einem Mammutprogramm

Fischer mahnt zur Aufmerksamkeit. Zumal seine Eisernen in der näheren Zukunft wieder ein – sich selbst erarbeitetes – Mammutprogram mit zehn Spielen in fünf Wochen vor der Brust haben.

„Ich habe das Gefühl, da fehlt doch noch einiges. Gut wenn man gewinnt, da nimmt man eine gewisse Zuversicht mit in den Wettbewerb. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen“, sieht Fischer noch jede Menge Arbeit auf sich und die Seinen zukommen.

Lesen Sie hier mehr über den 1. FC Union >>