Für Union geht es nach Europa: Robin Knoche (l.) und Andreas Luthe. Imago/Matthias Koch

Was für eine verrückte Saison! Der Urlaub am Gardasee mit der Familie tut jetzt wirklich gut. Ich fahre gern hier hin, kenne die Gegend noch aus meiner Zeit in Augsburg. Von dort war es wirklich nicht weit und es ist einfach schön hier, genau das Richtige, um ein bisschen runterzukommen. Diese Saison hat ja wirklich Kraft gekostet.

Der Traum Europa wird wahr

Dieses Ende war unbeschreiblich. Auf so ein Finale war natürlich niemand vorbereitet. Das waren dann für einige Stunden Emotionen pur. Wir haben es einfach genossen und gefeiert. Und ich glaube zu Recht, wenn man sieht, wen wir alles hinter uns gelassen haben. Es war aber alles in einem gesitteten Rahmen. Wir haben uns ja am nächsten Morgen noch einmal getroffen, um die Trainingspläne für den Urlaub in Empfang zu nehmen und uns zu verabschieden. Und auch am letzten Tag will man nicht zu spät kommen oder etwas verpassen.

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Ich kann gar nicht sagen, dass ich davon geträumt habe, noch mal in Europa zu spielen. Als ich unterschrieben habe, war uns allen klar, dass es nur um den Klassenerhalt gehen kann. Den Abstieg vermieden zu haben im Vorjahr war ja alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Und es stand außer Frage, dass es im zweiten Jahr auch nicht einfacher werden dürfte.

Umso schöner ist, dass wir es am Ende tatsächlich nach Europa geschafft haben. Ich bin jetzt 34! Nun unter der Woche diese Spiele nicht nur am Fernseher zu verfolgen, sondern selber dabei zu sein, das ist etwas ganz Besonderes. Es ist auch klar, dass wir alles dafür geben werden, dass es nicht bei den zwei Play-off-Spielen bleiben wird. Wir werden alles raushauen und sehen, was geht. Natürlich ist die Gruppenphase verlockend, logisch. Wer weiß, ob wir eine solche Gelegenheit noch einmal bekommen? Denn, machen wir uns nichts vor, auch in der kommenden Saison wird es für uns in erster Linie darum gehen, die Klasse zu halten.