Janik Haberer freute sich ganz doll über die drei Punkt gegen Dortmund und ein kleines bisschen über seine zwei Buden, die das ermöglichten. 
Janik Haberer freute sich ganz doll über die drei Punkt gegen Dortmund und ein kleines bisschen über seine zwei Buden, die das ermöglichten.  City-Press/Matthias Renner

Viel fehlte nicht und der harmonische Abend in der Alten Försterei hätte noch in einer innerbetrieblichen Auseinandersetzung geendet. „Den zweiten“, scherzte Timo Baumgartl, „trifft er im Training nie so.“ Gemeint war Janik Haberer, der mit seinem Doppelpack beim 2:0 gegen Dortmund zum Mann des Abends wurde aus eiserner Sicht. Und diese Sichtweise seines Kollege empörte den Ex-Freiburger dann doch ein klein wenig. „Das ist ne Lüge“, wollte er sich fast entrüsten, ehe er an den Mienen der Umstehenden ablesen konnte, dass er da von den Kollegen ein wenig gefoppt werden sollte.

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„Aber ja, ich treff' das Ding schon perfekt. Es freut mich riesig. Für mich und die Mannschaft, dass wir heute das Spiel gewonnen haben“, sagte der Mittelfeldspieler schon etwas milder gestimmt. Dank seines ersten Bundesligadoppelpacks steht fest, dass der 1. FC Union auch nach dem kommenden 11. Spieltag ganz oben in der Tabelle stehen wird. 

23 Zähler nach 10 Spieltagen, vier Punkte Vorsprung vor dem FC Bayern als erstem Verfolger. Nochmal VERFOLGER!

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Auch ohne den frühen Büchsenöffner wäre Haberer nicht nervös geworden

Ausschlaggebend war am Sonntag natürlich auch das frühe 1:0 begünstigt durch einen Riesenbock von BVB-Keeper Gregor Kobel. „Das war schon ein kleiner Büchsenöffner. Aber wir als Mannschaft sind so gefestigt, dass wir auch damit klar gekommen wären, wenn es länger Null zu Null gestanden hätte“, gab Haberer zu. 

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Der Ex-Freiburger stand auf einmal da, wo man sonst nur Stürmer vermutet. Mitten im gegnerischen Sechzehner und damit in der Lage, diese ungewollte Vorlage zu verwerten. „Wir sollen ja ins Angriffspressing gehen und durchlaufen. Sie unter Druck setzen, sodass sie 'nen langen Ball spielen“, verriet der 28-Jährige 

„Natürlich war beim ersten Tor war da ein wenig Glück, aber ich muss sagen, wir laufen sie an, wollten sie stressen, dann macht auch Dortmund den ein oder anderen Fehler“, freute sich auch Trainer Urs Fischer, dass seine Trainingsmaßnahmen Früchte tragen.

Haberer bleibt völlig bescheiden

Heberer selber blieb völlig bescheiden an einem Abend, an dem er vor Glück eigentlich hätte platzen müssen. Eigentlich schon auf dem Weg in die Dusche kam er noch mal zurück in die Mixedzone, um Rede und Antwort zu stehen.

Keine überbordende Freude. Betont ruhig und sachlich. Und stets die Kollegen und das Kollektiv lobend. „Mir bedeutet der Doppelpack nicht so viel. Ja, freut mich, Aber wichtiger waren die drei Punkte. Und ich finde es noch wichtiger,  wie wir nächste Woche in Bochum auftreten werden. Das ist ne Mannschaft, die steht hinten drin. Gegen Borussia Dortmund  und Bayern München kann man sich leicht motivieren. Von daher bin ich gespannt, wie wir in Bochum auftreten werden“, sagte Haberer. 

Der Grund für den Höhenflug der Eisernen und die Momentaufnahme Platz eins? „Wir stehen da oben, weil wir Woche für Woche unsere Leistung bringen. Manchmal auch mit ein wenig Spielglück. Heute aber nicht“, so Haberer. Und da würde ihm niemand widersprechen wollen.

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