Die pure Freude: Robin Knoche und Rani Khedira freuen sich gemeinsam über das Elfmetertor des Abwehrspielers.
Die pure Freude: Robin Knoche und Rani Khedira freuen sich gemeinsam über das Elfmetertor des Abwehrspielers. City-Press/Florian Pohl

Schon wieder Robin Knoche. Und schon wieder ein ellenlanges Warten, ehe er zur Tat schreiten durfte. Doch dann macht es der Abwehrchef des 1. FC Union genauso wie vor 14 Tagen gegen Malmö FF. Eiskalt verwandelt zum 1:0-Siegtreffer gegen Sporting Braga. Diesmal schon nach 68 Minuten – also mit deutliche Restzeit, die es zu überstehen galt – und nicht wie gegen die Schweden kurz vor Ultimo.

Knoche blieb wie immer die Ruhe selbst. „Das kennt man ja langsam bei Elfmetern mit dem VAR, dass es da immer etwas dauert. Das ist ja mittlerweile gang und gäbe. Man gewöhnt sich ja daran“, so der 30-Jährige.  Dieser Treffer eröffnet den Eisernen nun die Möglichkeit aus eigener Kraft die Zwischenrunde der Europa League zu erreichen. 

Ein bisschen überrascht war Knoche schon, als auf einmal der VAR sich einschaltete. „Ich wusste ehrlich gesagt auch erstmal gar nicht, was er wollte. Ich dachte erst es ginge um einen falschen Einwurf, den er kontrolliert, aber bei so was melden sie sich ja nicht. Wenn du so ein enges Spiel hast, in dem wenig Chancen da sind, sich beide Mannschaften fast neutralisieren, dann nimmst du so einem Elfmeter gerne mit und gewinnst das Spiel mit 1:0“, meinte Knoche.

Bei Fischer ist Knoche jetzt Schütze Nummer eins für den 1. FC Union

Ob er auch künftig der Strafstoßschütze Nummer eins ist, ließ Knoche offen. In der Vorwoche hatte Milos Pantovic ja in Bochum einen Elfer vergeben. „Wir kommunizieren das innerbetrieblich auf dem Feld. Wer sich halt da gerade gut fühlt“, wollte Knoche da keinen Standpunkt beziehen.

Das machte für ihn dann sein Chefcoach. Gegen Malmö hatte Knoche nur den Gang zum Punkt angetreten, weil Jordan Siebatcheu als etatmäßiger Schütze Nummer eins das Feld schon geräumt hatte. War zwar diesmal auch so. Und doch wieder anders. „Er stand heute auf der Liste als Nummer 1 bei Elfmetern. Das erwarte ich von einem erfahrenen Spieler, dass sie Verantwortung übernehmen auch in heiklen Situationen. Er hat das souverän erledigt“, freute sich Fischer. 

Manch Scherzbold war übrigens schon der Meinung, dass Fischer Knoche nur deshalb die Elfmeter schießen lässt, damit Hansi Flick ihn womöglich doch mit zur WM nach Katar nimmt. Er gehört ja neben Rani Khedira zu den Spielern, die der DFB im vorläufigen, 55-köpfigen Aufgebot, an die FIFA gemeldet hat. „Einen sicheren Elfmeterschützen in deiner Mannschaft zu haben,  hilft dir“, so Fischer mit einem vielsagenden Grinsen.

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