Sebastian Anderssons Zukunft wird derzeit viel diskutiert bei den Eisernen. Foto: imago images/Bernd König

Er war gar nicht da. Und doch immer ein Thema. Sebastian Anderssons Zukunft bewegt die Anhänger beim 1. FC Union. Wie geht's weiter mit dem Torjäger der Eisernen?  Gehen oder bleiben? Ganz oder gar nicht, du musst dich entscheiden ...

So zählen sie die Tage. Auch bis der schwedische Nationalspieler sich vom Krankenlager erhebt. „Der ist nicht so angenehm krank, den hat es echt erwischt, seine Töchter liegen auch immer noch flach“, verriet Manager Oliver Ruhnert in Bad Saarow. Doch während der Magen-Darm-Virus eher kurzfristig kein Thema mehr sein wird, ist alles andere umso längerfristig relevant. 

Denn der Countdown läuft. Der Countdown, bis die Ausstiegsoption bei dem 29-Jährigen verstrichen ist. „Ob er geht oder nicht, kann uns nur Sebastian beantworten“, gab Ruhnert zu verstehen, dass den Eisernen derzeit die Hände gebunden sind.

Noch ruht der Markt in England - zu Anderssons Leidwesen

Anfang, Mitte August erscheint manch einem eher ungewöhnlich, wenn das Transferfenster bis zum 4. Oktober geöffnet ist. Es war ja eben ein Vertragsdetail, das besonders auf den englischen Markt zielte. Der hatte im Vorjahr eben nur bis zum 9. August offen, ehe man auf der Insel zum gesamteuropäischen Model zurückkehrte. Und keiner sollte vergessen, dass die die Vertragsverlängerung nebst Ausstiegsklausel in einer Vor-Coronazeit passierte. Und ohne Klausel, davon kann man getrost ausgehen, hätte Andersson nicht verlängert.

Für 5 Millionen Euro könnte der Schwede raus. Wenn es ihn nach England zieht, für rund 8 Millionen. Doch da ist die Saison gerade erst zu Ende gegangen, die Klubs rühren sich noch nicht. Zu Anderssons Leidwesen. Der jetzt Zeitdruck hat. 

In wenigen Tagen  bekommt Union das Heft des Handelns wieder in die Hand. „Dann ist es ein normaler Markt, in dem verschieden Parteien am Ende zu gemeinsamen Lösungen kommen müssen. In diesen Tagen ist es speziell so, dass nur eine Partei eine Lösung haben müsste. Es gibt diese befristete Option, aber sie läuft nicht bis zum 4. Oktober“, so Ruhnert und ergänzte: „Wenn diese Option nicht gezogen wird, gehen wir davon aus, auch mit Sebastian Andersson zu planen.“ Union scheint also eher nicht geneigt, den 12-fachen Torschützen noch nach Saisonbeginn ziehen zu lassen. Es sei denn, es wäre ein finanziell gesehen „unmoralisches Angebot“ ...