7,5 Millionen Euro Ablöse

Der 1. FC Union zieht die Kaufoption für Innenverteidiger Diogo Leite

In der neuen Saison hofft der Abwehrspieler, sich durch die Champions-League-Spiele der Eisernen wieder für die portugiesische Nationalmannschaft empfehlen zu können. 

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Diogo Leite – hier gegen Bremens Niclas Füllkrug – war eine feste Größe in der Abwehr des 1. FC Union.
Diogo Leite – hier gegen Bremens Niclas Füllkrug – war eine feste Größe in der Abwehr des 1. FC Union.Jürgen Engler/Nordphoto/imago

KURIER-Leser wussten es schon länger, schließlich hatte Manager Oliver Ruhnert es schon im großen zweiteiligen Exklusiv-Interview Ende April verraten, nun ist es amtlich: Der 1. FC Union zieht die Kaufoption bei Diogo Leite und verpflichtet den portugiesischen Innenverteidiger fest.

Leite war im vergangenen Sommer vom FC Porto ausgeliehen worden. Nun müssen die Köpenicker 7,5 Millionen Euro in die nordportugiesische Hafenstadt überweisen. Gut angelegtes Geld, möchte man meinen. 

Der 24-Jährige hat sich in seiner ersten Saison gut etabliert und wurde in Köpenick schnell zu einem festen Bestandteil in der Abwehrreihe von Unions Trainer Urs Fischer. Von 48 möglichen Partien in allen Wettbewerben absolvierte er 40, und nur fünf davon nicht über die vollen 90 Minuten. In der Bundesliga kam er 28-mal zum Einsatz. Zweimal musste er wegen einer Sperre pausieren. 

Leite mit bärenstarker Hinrunde für den 1. FC Union

In der Europa League, wo es in der Gruppenphase zu einem Wiedersehen mit seiner vorherigen Leihstation Sporting Braga kam, kam Leite auf neun Einsätze über die volle Distanz, fehlte nur zum Auftakt gegen St. Gilloise. 

Vor allem seine Hinrundenbilanz katapultierte ihn sogar bis zur portugiesischen Nationalmannschaft. Allerdings kam der 1,90 Meter große Abwehrspieler bei seiner ersten Nominierung im März für die Seleção Portuguesa nicht zum Einsatz. Doch allein schon mal bei Cristiano Ronaldo & Co. reingeschnuppert zu haben, machte Leite überglücklich.

„Cristiano Ronaldo ist als Spieler auf einem anderen Level. Du kannst ihn nicht stoppen. Er ist sehr schnell und technisch versiert mit dem Ball, er schafft es immer an dir vorbei mit dem Ball. Es war ein Traum von mir, im Nationalteam dabei zu sein, wenn er noch da ist“, hatte Leite der Bild gesagt.

Die Rückrunde war bei Leite – gemessen an seiner ursprünglichen Performance – eher durchwachsen, aber immer noch gut. Für die nun anstehenden Länderspiele zur EM-Qualifikation erhielt Leite zwar keine Berufung, aber das sollte sich bald ändern, wenn er künftig auch noch Champions-League-Erfahrung vorweisen kann.

Für die Eisernen war aber schon länger klar, dass sie weiter auf ihn bauen werden. „Diogo etablierte sich bei uns direkt als Stammspieler und hat im ersten Jahr mit wenigen Ausnahmen bereits sehr leistungsstark agiert. Für uns war deshalb klar, dass wir einen Spieler mit seinen Fähigkeiten, seiner Mentalität und Einsatzbereitschaft im Klub behalten wollten. Zudem glauben wir, dass Diogo noch weitere Steigerungsmöglichkeiten hat und freuen uns, mit ihm weiter zusammenzuarbeiten“, kommentierte Unions Manager Oliver Ruhnert den Transfer.

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