Ganz ohne Weihnachtssingen hielten es die Union-Fans auch in Corona-Zeiten nicht aus.
Ganz ohne Weihnachtssingen hielten es die Union-Fans auch in Corona-Zeiten nicht aus. Imago/Matthias Koch

Nun singen sie wieder. Endlich, möchte man sagen. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause ist der 1. FC Union  zuversichtlich, dass das traditionelle Weihnachtssingen im Stadion An der Alten Försterei wieder stattfinden kann. Die Köpenicker laden am Freitag, 23. Dezember, um 19 Uhr zum Singen ein und freuen sich auf einen besinnlichen Abend bei Kerzenschein und dem traditionellen Programmablauf, wie es in einer Mitteilung hieß.

Wie üblich ist der Platz begrenzt. Da die Eisernen mittlerweile über 45.000 Mitglieder haben,  muss es quasi eine Tombola geben. Das Losverfahren für Tickets startet am 11. November. Jedes Union-Mitglied hat die Möglichkeit, sich wahlweise ein kostenfreies Los für Steh- oder Sitzplätze zu sichern.

Losverfahren fürs Weihnachtssingen beginnt am 11. November

Die Ursprünge des Weihnachtssingens datieren auf das Jahr 2003. Seinerzeit hatten sich 89 Union-Fans am Vorabend des Heiligen Abends im Stadion An der Alten Försterei, das damals noch recht frei zugänglich war, versammelt und an der Mittelinie gemeinsam bei Kerzen und Glühwein gesungen. Es war die Geburtsstunde eines riesigen Events, das weit über Fußballkreise hinausreicht.

Von Jahr zu Jahr wuchs die Veranstaltung, die ursprünglich mal rein aus dem Fanleben entstanden war. Abgesehen von den beiden vergangenen Corona-Wintern fand sie immer im Stadion statt. Nur 2008 während des Neubaus der alten Traversen wichen die Eisernen einmal in den Luisenhain gegenüber dem Köpenicker Rathaus aus. Einige ganz Unentwegte konnten auch in Pandemiezeiten nicht von der lieb gewonnenen Gewohnheit lassen und versammelten sich im Vorjahr sogar vor dem Stadion, um festliche Weisen zu schmettern.

Die Idee als solche fand bundesweit sehr viele Nachahmer bei anderen Fußballvereinen. Bei den Köpenickern ist diese traditionelle Veranstaltung eigentlich nicht mehr aus dem Kalender wegzudenken. 

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