Das Schreckensbild für den Rest der Liga: Die Kicker des 1. FC Union sind mächtig am Jubeln.
Das Schreckensbild für den Rest der Liga: Die Kicker des 1. FC Union sind mächtig am Jubeln. dpa/Andreas Gora

Achtung, Achtung, dies ist eine wichtige Durchsage. Das ist keine Übung mehr, sondern der Ernstfall. Diese Eisernen sind für die Liga eine Qual. Gekommen, um zu bleiben. Da, um Deutschlands Eliteklasse aufzumischen. Der 1. FC Union ist immer erst dann geschlagen, wenn er mit hängenden Köpfen in den Bus klettert. Vorher sollte sich keiner sicher sein.

Die TSG Hoffenheim hat es an diesem Wochenende bei ihrer 1:3-Niederlage in der Alten Försterei leidvoll erfahren. Die Sinsheimer wähnten sich schon auf dem Weg zum Auswärtsdreier, als sie von den Eisernen mit einem fulminanten Schlussspurt noch vom Rasen gefegt wurden. Nicht umsonst weist die Tabelle der zweiten Halbzeiten die Eisernen auf Rang drei hinter Leipzig und den Bayern aus. Einen Platz, den sie ja auch am 16. Spieltag in der realen Tabelle einnehmen.

30 Punkte sind Rekordausbeute in einer Hinrunde für den 1. FC Union

Der KURIER hatte es zu Wochenbeginn prophezeit: Dieser 1. FC Union wird seinem Anhang in der zweiten Saisonhälfte noch sehr viel Spaß machen. Es winkt ein echter Traumstart. Schon jetzt sind die eroberten 30 Zähler die Rekord-Ausbeute – zuvor 20, 28 und 27 – für die Eisernen in einer Hinserie. Und die ist ja noch nicht vorbei ...

In Bremen am Mittwoch könnte der nächste Dreier folgen. Werder muss sehen, wie es den Schock der 1:7-Pleite in Köln verdaut. Es wäre ja nicht das erste Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass ein in der Hinrunde fulminant spielender Aufsteiger – ja, das sind die Bremer immer noch! – im zweiten Durchgang auf ein Normalmaß zurechtgestutzt wird. Nur zur Erinnerung: Das Weserstadion liegt den Eisernen. Bei den letzten beiden Gastspielen dort verließ der 1.FC Union den Rasen als klarer Sieger.

Der 1. FC Union darf zu Recht von der Königsklasse träumen

Und dann ist auch schon Derbyzeit. Der 1. FC Union gastiert kommenden Samstag als klarer Favorit im Olympiastadion bei Hertha BSC. Nicht nur tabellarisch! Mehr muss man nicht dazu sagen.

Wohin das alles führen wird? Schwer zu sagen. Die Kühnsten träumen ja schon von der Königsklasse. Und angesichts der derzeitigen Konkurrenz muss die Champions League nicht mal ausgeschlossen werden.

Natürlich soll das Fell des Bären nicht verteilt werden, ehe er erlegt ist. Aber gerade weil die Mannen um Kapitän Christopher Trimmel diese Mentalität des Denkens von Spiel zu Spiel total verinnerlicht haben und nicht in Wolkenkuckucksheim angesiedelt sind, spricht einiges dafür, dass (wieder mal und mit steter Steigerung) etwas ganz Großes erreicht werden kann.

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