Ach du meine Nase! Ene, mene, miste, es rappelt in der Kiste. Sebastian Andersson köpft mit allem, was sein Schädel hergibt , das 1:2 in Freiburg. Foto: Matthias Koch

Berlin - Freiburg? War da was? Nein, so einfach wollte sich das beim 1.FC Union natürlich keiner machen. Natürlich wurde nach der Rückkehr nach dem 1:3 im Badischen intern Tacheles geredet. Doch nach dem heutigen freien Montag gibt es nur noch Fußball-Lust bei den Union-Profis auf die beiden großen Party-Spiele der Rückrunde: erst Bayern, dann Hertha!

Den Rekordmeister in einem Pflichtspiel im Stadion An der Alten Försterei fordern zu dürfen, davon hätten sie in Köpenick  bis vor zwei, drei Jahren nicht zu träumen gewagt. Nun ist das Wirklichkeit.

Natürlich weiß Trainer Urs Fischer, dass das kein einfaches Spiel wird. „Da kommt schon eine Größe zu uns“, meinte der Schweizer. Es sind eben die Bayern. Die sind für ein Notopfer Berlin ohnehin selten zu begeistern.

Neven Subotic will Geschichte schreiben

Aber im Fußball ist immer was möglich. „Wir müssen einen mehr als optimalen Tag haben“, sinnierte Fußballlehrer Fischer über ein erhofftes Fußball-Wunder.

Wobei seine Eisernen dann aber ein anderes Verhalten an den Tag legen müssen als in Freiburg. Nicht nur was die reine Laufleistung anging (114,84 km:117,24 km), hinkten die Köpenicker hinterher. „Es geht bei uns immer um die Basics. Die müssen stimmen. Wir müssen in jedem Spiel ans Limit gehen, um zu punkten. Freiburg war uns in der Einstellung, Entschlossenheit und Aggressivität überlegen. So fällt es einem schwer, zu punkten“, meinte der 54-Jährige und weiß genau, wo er diese Woche vorm ersten der beiden Highlight-Kicks die Hebel ansetzen muss.

In einer ersten Analyse wurde vor allem aufs Fehlverhalten bei Standards hingewiesen, das sich zuletzt im eigentlich sonst so stabilen Defensivverbund hartnäckig gemütlich hat. Die Überzeugung, dass das kein Dauergast sein muss, eint die Köpenicker. Sie wissen darum, arbeiten daran, das abzustellen und blicken voraus.

Sebastian Andersson heiß auf das Derby

„Fußball ist ein wunderschöner Sport, weil er schöne Geschichten schreibt. Wir haben die Chance, eine schöne Geschichte zu schreiben“, sagte Abwehrspieler Neven Subotic. Ähnlich sieht das Sebastian Andersson, der im Breisgau bereits sein elftes Saisontor erzielt hat. „Hertha ist ein Derby. Ich hoffe, wir spielen da eines unserer besten Spiele."Geht ja neben den drei Punkten für den Klassenerhalt auch um die Stadtmeisterschaft! Die ist vor allem den Fans wichtig. 

Und was die Bayern angeht: "Wir spielen zu Hause, da ist immer alles möglich. Das wird speziell“, meinte der schwedische Nationalspieler.