Christopher Lenz saß erstmals in dieser Saison auf der Tribüne. Neben ihm der gesperrte Union-Kapitän Christopher Trimmel (r.).  Foto: Imago/Koch

Öfter mal was Neues in Köpenick. Kaum war bekannt geworden, dass Christopher Lenz im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselt, stand der 26-Jährige erstmals nicht im Kader der Eisernen. Bislang hatte er in allen 18 Punktspielen der Saison  mindestens 77 Minuten auf dem Feld gestanden beim 1. FC Union.

Nun durfte gegen Gladbach auf einmal Nico Gießelmann starten. Doch wer hier eine Retourkutsche vermutet, liegt falsch. So denkt Trainer Urs Fischer nicht. Lenzer, der knapp eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn seine Tribünenkarte am Presseeingang abholte, hatte das Abschlusstraining am Freitag mit muskulären Problemen vorzeitig beenden müssen, und auch nach einem finalen Test am Spieltagsmorgen zeigten alle Indikatoren auf Rot. 

Lenz hofft auf Mainz-Spiel

„Er hat sich nicht gut gefühlt, konnte nicht an die Grenze gehen. Es stehen noch schwierige 15 Spiele an, man muss vernünftig sein. Eine Vorsichtsmaßnahme, deswegen haben wir ihn nicht in den Kader genommen“, sagte Trainer Urs Fischer, der darauf setzt, dass Lenz am kommenden Sonnabend in Mainz wieder dabei sein wird. 

Dick vermummt saß Lenz zwischen den Kollegen und konnte seelenruhig dabei zuschauen, wie Ersatzmann Gießelmann seinen Job erfüllte. Und das, obwohl er mit Gladbachs Hannes Wolf einen der umtriebigsten Borussen als Widersacher hatte.