Sie sind beide zurück: Das Lachen und Niko Gießelmann, der nach überstandener Corona-Infektion wieder beim  1. FC Union mitmischen will.
Sie sind beide zurück: Das Lachen und Niko Gießelmann, der nach überstandener Corona-Infektion wieder beim  1. FC Union mitmischen will. imago/Matthias Koch

Er ist wieder da. Corona-Infektion überstanden. Unions Trainer Urs Fischer kann wieder auf Niko Gießelmann zurückgreifen. Auch auf die ebenfalls zuvor infizierten Kollegen Andreas Voglsammer, Dominique Heintz und Jakob Busk. Das bestätigte Unions Chefcoach auf der Spieltagspressekonferenz. „Die zurückkamen aus Corona, konnten die ganze Woche trainieren. Es sieht gut aus, dass sie ’ne Option für den Kader sind“, meinte der Schweizer Fußballehrer.

Gießelmann bleibt Unioner

Ja, dieses blöde Corona. Gießelmann ist so etwas wie ein Paradebeispiel, dass sich Profis anstecken können, egal wie vorbildlich sie sich verhalten. Gehen ja nicht alle leichtfertig mit diesem Thema um.

In Gießelmanns Fall könnte Covid-19 sehr wohl durch seine Frau eingeschleppt worden sein. Die ist Grundschullehrerin und in ihrer Penne sind die Kids reihenweise vom Virus erwischt worden. Was wiederum oft an die Lehrkörper weitergereicht wird.

Zum Glück nun Geschichte. Der gebürtige Hannoveraner wird den Eisernen nicht nur am Wochenende zur Verfügung stehen, sondern auch über den Sommer hinaus erhalten bleiben. Sein Kontrakt verlängerte sich per Optionsklausel um weitere zwölf Monate (bis 2023) bei den Köpenickern, weil der vor zwei Jahren aus Düsseldorf gekommene Abwehrspieler auf eine gewissen Anzahl von Spielen kam. Allein 19 waren es in der Bundesliga.

Und Fischer kann also wieder auf den 30-Jährigen zurückgreifen. Doch ob er das tut? Gießelmann, der zu Saisonbeginn eigentlich gesetzt war und wettbewerbsübergreifend auf 27 Einsätze (3 Tore/5 Assists) kommt, hat mittlerweile hausintern mächtig Konkurrenz durch Bastian Oczipka bekommen.

Heißes Union-Duell mit Bastian Oczipka

Dessen Verpflichtung Ende August war bei manchem mit Kopfschütteln aufgenommen worden. Ein 32-Jähriger? Von einem Absteiger? Doch der mittlerweile 33-Jährige war nicht nur am vergangenen Wochenende beim 0:3 Dortmund einer der besten Unionakteure auf dem Platz, sondern auch in den ersten Spielen des Jahres oft ein Lichtblick.

Gießelmann und Oczipka liefern sich Woche für Woche ein heißes Duell um den Startelfplatz. „Beide machen es wirklich sehr, sehr gut. Basti hat Niko sehr gut ersetzt, das ist ein offener Kampf, da hat der Trainer wirklich die Qual der Wahl“, freut sich Fischer über die vielleicht derzeit am engsten umkämpfte Position bei den Köpenickern.

Wer in Bielefeld (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky) spielen darf? Nach Corona ist eine vorsichtige Herangehensweise angesagt. Ocipka wird wohl den Vorzug erhalten.

Ein Wechsel gibt es dagegen bei den Innenverteidigern. Durch die Gelb-Sperre von Robin Knoche kommt Fischer nicht umhin, Dominique Heintz von Beginn an wieder ins Rennen zu werfen. Obwohl der genau wie Gießelmann frisch aus der Infektion zurückgekommen ist.

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