Vorlagengeber  Max Kruse (l.) freut sich mit Torschütze Grischa Prömel über die zwischenzeitliche Führung der Eisernen.  dpa/Marius Becker

Union in seinem Lauf hält weder ... Nun gut, Ochs und Esel waren nicht auf dem Spielberichtsbogen. Aber die Sportabteilung der Firma Bayer. Und die Eisernen ließen sich von den deutlich besser besetzten Leverkusenern nicht die Butter vom Brot nehmen, entführten mit einem 2:2 (1:1) völlig verdient einen Zähler aus dem Rheinland und bleiben mit jetzt 28 Zählern in Schlagdistanz zu den Europacup-Plätzen. 

Wäre mehr drin gewesen? Wer nur die Schlussphase der Partie verfolgt hätte, müsste unweigerlich zu diesem Schluss kommen. Zunächst hatte der eingewechselte Andreas Voglsammer den Lucky Punch auf dem Fuß, dann traf Bastian Oczipka, der früh den angeschlagenen Nico Gießelmann ersetzen musste, nur den Pfosten (90.+3). 

Trimmel passt auf Schick nicht auf

Wäre vielleicht des Guten ein bisschen zu viel gewesen. Und hätte darüber hinweggetäuscht, dass die Unioner in der ersten Hälfte mehr Mühe hatten, als ihnen lieb gewesen ist, und einem Treffer von Patrick Schick (38.) hinterherlaufen mussten. Übrigens die erste Bude des Tschechen gegen die Köpenicker überhaupt und ein bisschen begünstigt durch einen Stellungsfehler von Christopher Trimmel. 

Die durchaus verdiente Führung der Hausherren konnte dann Grischa Prömel noch vor dem Pausenpfiff nach einer Ecke egalisieren (45.). Und kurz nach Wiederanpfiff konnte er nach einer genialen Aktion des blendend aufgelegten Max Kruse ein zweites Mal das Füßchen hinhalten und den ersten Doppelpack seiner Karriere schnüren (48.).

„Ich glaube, das erste Mal überhaupt für mich. Ein kleines Wunder“, musste der Doppeltorschütze nach seinen Saisontreffern Nummer zwei und drei ein klein wenig über sich selbst lachen.

Tah erzielt den Ausgleich

Ganz zufrieden war er am Ende dann natürlich nicht. „Wenn man in der Schlussphase noch das Gegentor bekommt, dann ärgert man sich schon darüber. Gerade weil wir in der Umschaltphase am Ende noch die eine oder andere Chance hatten, wo wir das Tor machen müssen. Da müssen wir den Ball besser mitnehmen oder haben einfach Pech. Aber ich denke, ein Punkt in Leverkusen geht in Ordnung“, so Prömel. 

Hätte man so vor der Partie sicherlich unterschrieben. Zu mehr langte es leider nicht. Weil natürlich die Werkself nichts unversucht ließ, alles reinwarf, was irgendwie nach Tor roch, und am Ende durch Jonathan Tah dann sogar noch zum Ausgleich kam (84.). Ein Kopfball, bei dem Torwart Andreas Luthe machtlos war. Zuvor hatte er aber mehrfach die Seinen durch gute Paraden vor Schlimmerem bewahrt. 

Luthe wollte daher zunächst nichts von einem schönen Spiel für die Eisernen hören. Weil es doppelt hinter ihm eingeschlagen hatte. „Ich spiele eigentlich gerne zu null. Es war ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel von uns, auch wenn wir schwer reingekommen sind. Leverkusen war von Beginn an da. Und wir haben uns reingekämpft und glücklich das 1:1 gemacht. Das hat uns geholfen und dann waren wir in der zweiten Halbzeit besser im Spiel. Und einen Punkt in Leverkusen holt man eben nicht so“, befand Unions Torsteher. 

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