Christian Gentner steht vor einer Rückkehr in den Union-Kader.  Foto: imago images/Pressefoto Baumann

Ob das wirklich ein so gutes Omen für den Schlager gegen den FC Bayern ist, dass Christian Gentner den Belastungstest Donnerstagfrüh bestanden hat und nach Lage der Dinge einsetzbar ist gegen den Rekordmeister? Gegen keinen anderen Klub der Bundesliga hat der Schwabe mehr Niederlagen gefressen als gegen die Münchner. 20 Stück waren es mit Stuttgart, Wolfsburg und eben Union.

Nummer 21 – und so etwas muss man gegen den Spitzenreiter ja als durchaus realistisch betrachten – wäre ein Negativrekord, den in der Liga so nur Richard Golz (ebenfalls gegen die Bayern) und Bernard Dietz (gegen Köln) erlebt haben.

Einsatz von Hübner weiterhin fraglich

Ficht Trainer Urs Fischer natürlich nicht an. Der Schweizer ist einfach froh darüber, dass er im zentralen Mittelfeld eine Option mehr zur Verfügung hätte. Denn da ist die Luft derzeit echt dünne. Auch durch die Sperre von Robert Andrich. Wie groß die Not wirklich ist, wird schon deutlich, wenn Fischer in der Presskonferenz vor dem Spiel die eigentlich eher offensiv einzuordnenden Cedric Teuchert und Marcus Ingvartsen – neben Julian Ryerson – als potenzielle Optionen für die Sechserposition ins Spiel bringt.

Natürlich muss man hier nicht über die Klasse und das Spielverständnis eines Gentner diskutieren. Wie kaum ein Zweiter – mal abgesehen von Max Kruse vielleicht – hat Genter die Fähigkeiten, das Spiel der Eisernen zu lenken und zu variieren. Von daher ist eine Rückkehr nur begrüßenswert. 

Weiterhin keine Option neben Kruse (Muskelbündelriss) und Andrich sind Anthony Ujah, Nico Schlotterbeck und Joel Pohjanpalo. Auch Florian Hübner kommt eher nicht infrage. „Er ist für mich fraglich. Er konnte heute nur Teile des Mannschaftstrainings mitmachen“, so Fischer.