Und drin das Ding! Jordan Siebatcheu - rechts am am Boden - hatte nach schöner Vorarbeit von Andreas Voglsammer artistisch das 1:1 erzielt.
Und drin das Ding! Jordan Siebatcheu - rechts am am Boden - hatte nach schöner Vorarbeit von Andreas Voglsammer artistisch das 1:1 erzielt. imago/Matthias Koch

Puh, ihr Eisernen. Musstet ihr uns so auf die Folter spannen? Gegen einen Viertligisten? Aber egal. Geputzt ist geputzt. Fragt keiner mehr danach, was in Runde eins war, wenn im Oktober der zweite Durchgang steigt. Und den hat der 1. FC Union durch einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung beim Chemnitzer FC erreicht und ist damit um rund 400.000 Euro reicher. Blamage abgewendet, Pokal-Aus vermieden.

Wie macht man einen erfolgreichen Torjäger, dessen direkter Nachfolger man ist, am besten vergessen? Ganz einfaches Rezept: von Beginn an selber treffen! Jordan Siebatcheu machte sich das zu eigen und sorgte mit einem artistischen Einsatz nach schöner Vorarbeit des gerade eingewechselten Andreas Voglsammer mit dem 1:1 (64.) dafür, dass die gerade zu einem echten Pokalfight gewordene Partie beim CFC wieder auf normal gestellt wurde.

Siebtacheu – erst hinten gepatzt, dann vorne getroffen

Nur zwei Minuten zuvor war der von den Young Boys Bern gekommene Angreifer nicht ganz unbeteiligt, dass die Gastgeber auf einmal so etwas wie Morgenluft witterten. Denn Siebatcheu sprang unter einer Freistoßflanke durch, sodass Tobias Müller, der Kapitän der Sachsen, zum 1:0 einköpfen (62.) konnte und die Himmelblauen kurz von der Pokalsensation träumen ließ.

Beide Klubs drängten anschließend auf die Entscheidung, wobei Union durch Andras Schäfer (81.), Trimmels Lattentreffer (85.) und Julian Ryerson (85.) die klareren Möglichkeiten hatte. Es ging aber in die Verlängerung, in der Union nun dank der größeren Kraftreserven die bessere Mannschaft war.

Zu mehr konnte der Franko-Kameruner mit US-amerikanischem Pass dann leider nicht mehr beitragen. Trotz allen Bemühens. Und in der zweiten Hälfte der Verlängerung musste er den Platz auch noch räumen, weil ihm eine Augenbrauenverletzung zu schaffen machte.

Für ihn kam Kevin Behrens. Was sich als Glücksfall erweisen sollte. Denn Behrens verwerte eine der wenigen Flanken, die gefährlich in den Strafraum segelten, dann zum 2:1 (114.), als die Partie fast schon aufs Elfmeterschießen zuzusteuern drohte.

Infos zum Spiel

  • Chemnitzer FC: Jakubov - Berger (100. Ulrich), Zickert, Pelivan (115. Mensah), Campulka, Walther - Kurt (89. Keller) - Roscher (75. Kircicek), Tobias Müller - Brügmann, Pagliuca (89. Stagge).
  • 1. FC Union: Rönnow - Jaeckel, Knoche, Heintz - Trimmel, Khedira, Gießelmann (78. Ryerson) - Haraguchi (69. Schäfer), Haberer (63. Voglsammer) - Becker (79. Pantovic), Siebatcheu (106. Behrens). - Trainer: Fischer
  • Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
  • Tore: 1:0 Müller (62.), 1:1 Siebatcheu (64.), 1:2 Behrens (114.)
  • Zuschauer: 13.465
  • Gelbe Karten: Walther - Schäfer

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