Für den CFC Genua am Ball: Lennart Czyborra, geboren in Berlin. Foto: imago images/ZUMA press

Auf der Position des linken Verteidigers haben die Eisernen mit Christopher Lenz zwar einen verlässlichen Stammspieler, doch da scheint sich noch eine andere interessante Option in Italien aufzutun. Lennart Czyborra, geboren in Berlin und derzeit in der Serie A für den CFC Genua am Ball, schwärmte kürzlich von den Eisernen, für die er im zarten Alter von zehn Jahren ein Jahr lang in der Jugend kickte. 

„Das war damals richtig cool“, erzählt er über seine kurze Zeit bei den Köpenickern, „Union war Zweitligist und ich als Kind auch gelegentlich in der Alten Försterei. Die Stimmung da war immer ein Erlebnis.“ Eine gewisse Sympathie für Union ist bis heute geblieben. „Na klar“, sagt er grinsend, „ich bin doch Berliner“.

Doch das eine Jahr bei den jungen Eisernen und ein gewisser Lokalpatriotismus ist nicht die einzige Verbindung. Ausgerechnet Oliver Ruhnert in seiner Funktion als Nachwuchsleiter bei Schalke 04 holte Czyborra 2015 in die Knappenschmiede und gilt als großer Förderer des 21-Jährigen. Vor dessen Wechsel von Heracles Almelo zu Atalanta Bergamo nach Italien im Januar 2020 gab es sogar einen losen Kontakt zwischen Ruhnert, mittlerweile Kaderplaner bei den Eisernen, und seinem früheren Schützling, aus dem letzten Endes aber nichts wurde.

Noch nichts, denn der linke Flügelspieler, der die nächsten zwei Jahre leihweise für Genua gegen Stars wie Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku spielt und dann per Kaufpflicht verpflichtet werden muss, träumt schon jetzt von einer Zukunft in der Bundesliga: „Ich will nicht meine gesamte Karriere in der Serie A bleiben. Ich bin Deutscher, mein Traum ist und bleibt die Bundesliga.“ Und wer weiß, was dann in zwei Jahren ist, vielleicht versucht es Czyborra ja noch einmal an der Alten Försterei.