Michael Parensen im Gespräch mit Unions Manager Oliver Ruhnert
Michael Parensen im Gespräch mit Unions Manager Oliver Ruhnert Imago/Matthias Koch

Es war das Foto aus dem Trainingslager, bei dem den Fans des 1. FC Union das Herz aufging: Zwei eiserne Legenden beim Handshake! Der ewige Micha und der unendliche Christopher! Ein Bild, auf dem 535 Unionspiele vereint waren. Doch dieses Bild ist weit mehr als nur das Fotodokument der Vertragsverlängerung mit Christopher Trimmel, dem Kapitän der Köpenicker, es ist auch ein Hinweis auf den weiter wachsenden Stellenwert von Michael Parensen im Gesamtgefüge der Eisernen.

Parensen rückt immer mehr in eine Chefposition! Unter der spanischen Sonne wurde das jetzt besonders auffällig. Auch weil Manager Oliver Ruhnert nicht mit an die Costa Brava gereist ist. Eine Erkältung hatte ihn am Trip gehindert. Folglich musste Parensen für das klassische Symbolbild herhalten.

Parensen bezieht Stellung für den 1. FC Union

Auffällig auch: Parensen äußerte sich erstmals öffentlich zu Transferfragen, seitdem er im Juli des Vorjahres vom Assistenten Ruhnerts zum Technischen Direktor der Profiabteilung befördert worden ist. So teilte er dem Buhlen von Schalke 04 um Tim Skarke mehr oder weniger jüngst in der BZ eine Absage mit.

„Tim ist erst seit dem vergangenen Sommer da. Ich finde es schwierig, ihn im folgenden Winter direkt wieder abzugeben. Vom Typ her passt er total in die Mannschaft. Er zeigt gute Trainingsleistungen. Er kann ein Spiel verändern, wenn er reinkommt. Wir möchten ihn nicht gern abgeben“, so der 36-Jährige.

Natürlich hat Parensens größere öffentliche Sichtbarkeit auch was damit zu tun, dass Oliver Ruhnert jüngst seiner rechten Hand verlustig ging. Sein langjähriger Assistent Marc Lettau stieg mit seinem Wechsel zum VfL Bochum auf der Karriereleiter eine Sprosse weiter nach oben. Dass allerdings ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent sofort von den Eisernen ins Revier wechselte, hatte aber nichts mit ihm zu tun. Dass U17-Stürmer Eligius Hounsa, der in der B-Juniorenbundesliga sechs Tore in 13 Spielen der Herbstrunde erzielt hatte, zum Nachwuchs der Westfalen ging, war schon vor Lettaus Jobwechsel angebahnt worden. 

Die Arbeit von Lettau muss Ruhnert nun über seinen ganzen Staff verteilen. Logisch, dass da auch mehr Verantwortung auf Parensen abfällt. Die ersten Auswirkungen davon werden immer präsenter. Parensen ist längst mit mehr beschäftigt, als nur der Union-Stiftung ein Gesicht zu verleihen.

Es war ja immer der Plan der Eisernen, dass der ewige Micha Stück für Stück aufgebaut werden soll in seiner Aufgabe als Funktionär des Klubs. Nicht umsonst hatte er nach seiner aktiven Karriere erst einmal alle Stationen im Klub durchlaufen, ehe er zum Assistenten von Ruhnert aufrückte.

Und es wird ja auch irgendwann einmal eine Zeit nach Oliver Ruhnert beim 1. FC Union geben. Da ist es nicht schädlich, einen potenziellen Nachfolger in seinen Reihen zu wissen. Vor allem wenn er so viel Stallgeruch hat wie Parensen. Der kam ja im Januar 2009 als Spieler zu den Eisernen, ist also mittlerweile in seinem 14. Jahr ein Köpenicker. Die Zeile aus der Vereinshymne von Nina Hagen trifft auch auf Parensen zu: Immer weiter ganz nach vorn ...

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