Union baut darauf, dass Anthony Ujah in knapp vier Wochen wieder im Mannschaftstraining zurück ist. Foto: Matthias Koch

Nein, so hatten sie sich das nicht vorgestellt. Noch im Sommertrainingslager waren die Eisernen fest von einem Sturmduo Sebastian Andersson und Anthony Ujah ausgegangen. Doch der eine wechselte bekanntlich kurzfristig nach Köln. Und Ujah, bei dem in der Sommerpause eigentlich nur ein Routineeingriff am Knie erfolgte, hat sich immer noch nicht von den Folgen erholt.

Die Maßnahmen sind bekannt. Mit Taiwo Awoniyi und Joel Pohjanpalo liehen sich die Köpenicker zwei weitere Angreifer. Bei dem Finnen besitzt Union sogar eine Kaufoption. „Die Thematik, die wir nicht auf dem Schirm hatten, war die Länge der Verletzung von Ujah und dann noch der Wechsel von Andersson. Cedric Teuchert und Marcus Ingvartsen sind keine Stoßstürmer oder Mittelstürmer, da war die Notwendigkeit, Ersatz zu suchen. Dann musst du auf Dinge reagieren“, räumte Manager Oliver Ruhnert nach Abschluss der Transferperiode ein.

Ujah macht Fortschritte

Immerhin scheint sich die Lage bei dem Nigerianer leicht zu entspannen. Der 29-Jährige mache Fortschritte, heißt es. Ähnlich wie bei Max Kruse, der nach der laufenden Länderspielunterbrechung im Vollbesitz seiner Kräfte sein sollte, setzen die Köpenicker bei Anthony Ujah auf den Faktor Zeit und damit auf die kommende Ligapause im November.

„Der Plan ist in dem Bereich, dass er in der nächsten Länderspielpause wieder im Mannschaftstraining integriert sein soll. Aber auch danach wird das noch etwas Zeit brauchen“, gibt Ruhnert zu.

Immerhin muss Union nach dem guten Start die Stirn nicht in Sorgenfalten verziehen. Auch ohne Ujah sind die Köpenicker derzeit variabel aufgestellt. Zuletzt hatte Kruse beim 4:o gegen Mainz den Stoßstürmer gegeben. „Taiwo und Joel können ja auch ganz vorne spielen“, so Ruhnert, der sich dennoch über die Rückkehr von Ujah freuen würde. „Wenn er zurückkommt, hat der Trainer noch mehr taktische Alternativen“, meint Unions Manager.