Sebastian Andersson ist Unions bester Stürmer. Unersetzlich ist er aber nicht. imago-images/Bernd König

Geht jetzt plötzlich alles ganz schnell? Wie der „kicker“ meldet, ist Schottlands Serienmeister Celtic Glasgow bereit, in den nächsten Tagen sechs Millionen Euro für Unions Topstürmer Sebastian Andersson zu zahlen und den Zwölf-Tore-Mann damit zum teuersten Verkauf der Vereinsgeschichte zu machen.

Kein schlechtes Geschäft für die Eisernen, die bei der Verplichtung Anderssons vom damaligen Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern keinen Cent zahlen mussten. Doch sind sechs Millionen Euro für den schwedischen Nationalspieler, auch in Anbetracht seiner Rolle im Team, eigentlich genug?

Das darf Union selbst entscheiden. Bis Anfang August läuft Anderssons Ausstiegsklausel, die den Köpenickern im Falle eines Wechsels innerhalb der Bundesliga fünf, im Falle eine Wechsels nach England sogar rund acht Millionen Euro bescheren würde. Unwahrscheinlich ist, dass die derzeit klammen Schalker, die zuletzt ein Auge auf Andersson geworfen hatten, in den nächsten zwei Wochen ein Angebot unterbreiten. Zu unsicher ist die derzeitige finanzielle Situation bei den Knappen.

Kommt auch aus England kein Anruf, bleibt den Eisernen das Celtic-Angebot. Oder die Entscheidung, Andersson erst mal gar nicht abzugeben, was in Anbetracht des Charakters des Schweden allerdings ein Spiel mit dem Feuer wäre. Schon in der Vergangenheit war Andersson nur dann richtig produktiv, wenn er sich in seinem Umfeld wohlfühlt und das Vertrauen von allen Seiten spürt.

Im Falle eines Verkaufs ist ein potenzieller Nachfolger leider weg vom Markt. Tim Kleindienst, 16-Tore-Stürmer bei Beinahe-Aufsteiger Heidenheim outete sich kürzlich bei „MOZ.de“ als Union-Fan. „Ich kenne Union, seit ich ein Kind war und war auch früher im Stadion. Es wäre schon interessant“, sagte der gebürtige Jüterboger, der sich derzeit in der Reha nach einer Knieoperation befindet. Gestern unterschrieb er allerdings beim belgischen Erstligisten KAA Gent.

Egal, wie die Transferdiskussion um Sebastian Andersson also weitergeht – die Trümpfe hält Union in der Hand.