Schauen sie sich dieses Bild aus dem Mai 2019 gut an. Sie könnten diesen jungen Mann - vielen als Unions Pressesprecher Christian Arbeit bekannt - in Kürze nicht mehr wiedererkennen.  Foto: Matthias Koch

Die Eisernen sind so gut wie gerettet. Mit dem 2:1 in Köln haben die Köpenicker einen Riesenschritt Richtung  Klassenerhalt gemacht. Dafür schwebt jetzt jemand anderes in höchster Gefahr: Unions Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit. Dem droht der Verlust seiner langjährigen Manneszier! Dienstag gegen Paderborn kann es schon so weit sein! Das Spiel gegen die Ostwestfalen läuft unter dem Motto: Der Bart muss ab! 

Rückblick: Mai 2019. In Köpenick explodierte die Freude nach dem 0:0 gegen den VfB Stuttgart. Christian Arbeit musste aufgrund einer Wette dran glauben, verlor mitten im Aufstiegstaumel noch im Stadion und unter allgemeinem Gejohle seine lange Lockenpracht. Sebastian Polter zeigte seinerzeit ungeahnte Fähigkeiten als Coiffeur. Arbeit, der danach große Ähnlichkeit mit Schauspieler Travis Fimmel in seiner Serienrolle als Ragnar Lothbrok in Vikings aufwies, versprach im Übermut, dass im Falle des Klassenerhaltes dann sein Bart der Schere zum Opfer fallen würde. Ein Versprechen, das im Wintertrainingslager gegenüber Fans erneuert wurde. Zittert Arbeit nun schon? "Ich bin da ganz entspannt. Das geht ja schnell", meinte die Stimme der Alten Försterei.

Düsseldorf und Werder müssen gewinnen, sonst sind die Eisernen durch

Ein winziger Schritt fehlt noch, ehe Polter in seiner Paraderolle als Barbier von Köpenick wieder aufwarten darf.  Sieben Zähler Vorsprung hat Union jetzt auf die punktgleichen  Düsseldorfer und Bremer auf Rang 16 bzw. 17. Ein Sieg gegen Schlusslicht Paderborn am Dienstag und der Stempel wäre drauf. Ansonsten heißt es einen Tag warten und sehen, was die Konkurrenz so zustande bringt. Ein Remis langt ja auch, wenn weder die Fortuna (in Leipzig am Mittwoch) noch die Werderaner (gegen Bayern am Dienstag) gewinnen. Verliert das Duo im Gleichschritt könnte sich die Elf von Urs Fischer sogar eine Niederlage leisten gegen die Mannschaft von Steffen Baumgart. 

Der größte Unterschied zum Mai 2019 - egal ob am Dienstag oder Mittwoch - es wird der ekstatische Freudenausbruch fehlen, kein Stadtviertel im Ausnahmezustand sein. In der Corona-Zeit  - ja, die ist immer noch, egal wie viele Lockerungen es wieder gibt - fehlen ja die Fans. Doch dieser Klassenerhalt unter Ausschluss der Zuschauer ist eine Art Wiedergutmachung. Das zweite, sich abzeichnende Bundesligajahr entschädigt ein klein wenig für erlittenes Unbill. Es nährt die Sehnsucht nach vollen Rängen, nach Besuchen im eisernen Wohnzimmer.  Und die neue Saison beginnt ja erst im September. Bis dahin könnten Zuschauer ja wieder zugelassen sein. Und sei es nur teilweise ...