Bayern-TrainerHansi Flick findet lobende Worte für den 1.FC Union.  Foto: imago images/Marc Donato

Spitzenspiel? Das ist ein Attribut, mit dem Unions Trainer Urs Fischer wenig anfangen kann. Für ihn geht es allein um Punkte. Wobei, tabellarisch gesehen, keine andere Partie des elften Spieltages dieses Prädikat so verdient wie der Hit des 1. FC Union gegen den FC Bayern.

Der Erste gastiert beim Sechsten. Der Koeffizient der Partie wäre 3,5 (Tabellenränge addiert, geteilt durch zwei). Dortmund gegen Stuttgart und Leverkusen gegen Hoffenheim kommen da nur auf den Faktor 6. Man kann also mit Fug und Recht von einem Spitzenspiel sprechen, auch wenn Union keine Spitzenmannschaft ist. Die Terminierung auf Sonnabendabend (18.30 Uhr) ist ein weiterer Indikator dafür, dass Sky diese Begegnung für den Schlager der elften Punkterunde hält. 

Bayerns Trainer Hansi Flick jedenfalls findet mahnende Worte, wenn er sein Starensemble auf die Partie einstimmt. Am Freitag wurde eigens noch mal eine Video-Vorführung in München anberaumt, um Robert Lewandowski, Thomas Müller & Co. auf Union einzustimmen. 

Flick erwartet körperbetonte Unioner

„Sie spielen mit sehr viel Leidenschaft und sehr viel körperlicher Präsenz“, warnte Flick vor den Köpenickern. Er  erwartet „ein intensives Spiel“, obwohl Union ohne seinen verletzten Schlüsselspieler Max Kruse (Muskelbündelriss) versuchen muss, die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

Flick lobt Union: „Sie sind immer wieder in der Lage, sich aus Drucksituationen zu befreien, sie spielen einen guten Fußball.“ Er verwies auf die Torgefahr  - nach Bayern mit Dortmund zusammen auf Rang zwei! - und die mit 14 Gegentoren ordentliche Abwehrbilanz. Die Bayern haben zwei Treffer mehr gefressen! Flick weiß: Das wird kein Spaziergang.