Fans von Feyenoord Rotterdam zündeln beim Halbfinale der Conference League in Marseille. Imago/Pro Shots

Das kommt für die Anhänger des 1. FC Union nicht unerwartet. Zumindest nicht, nachdem sie in der Gruppenphase der Conference League die Bekanntschaft mit den berüchtigten Anhängern von Feyenoord Rotterdam gemacht hatten. In der Nacht vor dem Finale der Conference League ist es in Tirana zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Fangruppen der AS Rom und von Feyenoord Rotterdam gekommen.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, sind mindestens zehn Polizisten und zwei weitere Menschen verletzt worden. Zu den Krawallen sei es gekommen, weil die Anhänger jeweils versucht hätten, in den Bereich der anderen Gruppe zu stürmen. 48 italienische und zwölf niederländische Fußball-Fans seien in Gewahrsam genommen worden.

100.000 Fans für nur 8000 Tickets ...

Die Hauptstadt Albaniens erwartete für die Partie am Mittwochabend (21 Uhr) 100.000 Fans aus beiden Ländern – beiden Klubs stehen aber nur jeweils 4000 Tickets zu, die National Arena fasst 20.000 Menschen. Schon im Viertelfinale waren fast nur noch Teams vertreten, die das Final-Stadion mit ihren Fans im Alleingang hätten füllen können. Auch die gescheiterten PSV Eindhoven, Olympique Marseille oder Leicester City etwa hätten im Falle einer Endspiel-Reise Zehntausende Fans mobilisieren können.

Feyenoord hatte nach den beiden Duellen wegen zahlreicher Vorkommnisse gegen die Eisernen – der Angriff auf das Präsidium der Eisernen am Vorabend des Hinspiels in den Niederlanden war dabei nicht mal berücksichtigt worden – eine Hammerstrafe in Höhe von 153.750 Euro an die Uefa abdrücken müssen.

Union befürchtet Wiedersehen mit Feyenoord in der Europa League

In Köpenick befürchtet man nun, dass es in der Gruppenphase der Europa League zu einem Wiedersehen mit dem Klub aus der Hafenstadt kommen könnte. Die Niederländer werden aller Voraussicht nach in einem anderen Gruppentopf als die Eisernen bei der Auslosung landen. Damit stehen die Chancen eins zu acht, dass die beiden Klubs in der gleichen Vorrundengruppe starten müssen.

Übrigens, Unions niederländischer Angreifer Sheraldo Becker drückt Feyenoord im Endspiel die Daumen. „Eine gute Mannschaft, die sich gut findet und guten Fußball spielt. Ich freue mich für sie, dass sie das Finale erreicht haben. Das ist wohlverdient“, sagte Becker dem niederländischen Fußballportal voetbalprimeur.nl.

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