Zwei Trainer im friedlichen Austausch: Unions Urs Fischer und Schalkes David Wagner. Friedlich-schiedlich trennten sich ihre beiden Teams am Ende auch.  Foto: Michael Sohn/Pool/AFP

Ich höre die Unken schon aufstöhnen. Wieder kein Sieg. Obwohl der Dreier möglich gewesen wäre. Seit sieben Spielen rennen die Köpenicker vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher. Ja, das ist unbefriedigend. Doch lassen wir die Kirche mal im Dorf. Dieser eine Zähler gegen die wahrlich nicht berauschenden Schalker hilft Union dennoch weiter. Das Glas ist eher halbvoll als halbleer.

Düsseldorf hat weiter vier Punkte Rückstand und mit Dortmund und Leipzig dicke Kaliber vor der Brust und am Ende halt das direkte Duell gegen die Eisernen. Die sieben Zähler Vorsprung auf Bremen sollten bei nur noch vier Spielen ausreichen, um den direkten Abstieg zu vermeiden.

Zumindest kann man sagen, dass dieser Auftritt mit der beste war für die Eisernen seit dem Re-Start. Beherzt wurde der Kampf angenommen, zwischendrin sogar Fußball gespielt. Und auch nach Rückschlägen unverdrossen weiter agiert. So wie das sein muss, wenn man sich im Tabellenkeller behaupten will. Insofern macht dieser Auftritt Mut, dass die Köpenicker im Abstiegskampf bestehen können. Wonach es zuletzt ja nicht so ganz ausgesehen hatte.

Fußball, das wird Urs Fischer ja nie müde zu betonen, ist ein Fehlerspiel. Und wenn man dann Fehler macht, so wie vor dem Ausgleich, als die sich in Überzahl befindlichen Eisernen - Matondo wurde draußen behandelt - Kenny nur passiv begleiteten, statt zu stellen, dann klingelt es eben auch mal. Egal wie unverdient. Eine Unaufmerksamkeit langt eben, um sich das Leben schwer zu machen.

Es wird noch ein hartes Stück Arbeit, bis der Klassenerhalt geschafft ist. Aber mit solchen Leistungen wird er Stück für Stück wahrscheinlicher. Einmal in den letzten vier Partien wird Union sich noch belohnen. Vielleicht schon kommendes Wochenende in Köln. Und das sollte dann langen für den ersehnten Klassenerhalt!