Max Kruse (l.) interviewt seinen Kollegen Christopher Lenz. Fast auf Augenhöhe.  Foto: Screenshot Mathias Bunkus

Sollte es eines nicht mehr ganz so fernen Tages - und angesichts seiner immerhin schon 32 Lenze und der Tatsache, dass schon so mancher Star beim 1.FC Union vorzeitig sein Engagement beendete, muss man das so sagen dürfen - für den Berufssportler Max Kruse nicht mehr in der Kategorie Leibesübungen dazu langen, seine Brötchen zu verdienen, tun sich dem gebürtigen Reinbeker mehrere Möglichkeiten des Broterwerbs auf. 

Seine Fähigkeiten als Pokerspieler und dass er da öfter eine gute Hand hat, sind hinlänglich bekannt. „Einen richtig guten Zocker“, nannte ihn jüngst Neu-Kollege Marius Bülter nach den ersten Tagen im Unterallgäu und meinte damit wohl eher sein zwischenmenschliches Verhalten oder dessen Fähigkeiten auf dem Fußballfeld. Obwohl er die dieser Tage in Trainingslager in Bad Wörishofen ja gar nicht so bestaunen durfte. Denn Kruse glänzte in tragender Rolle bislang nur beim Schleppen eines Sportgerätes auf dem Weg vom Kraftraum zum Mannschaftsbus, nicht aber auf dem grünen Rasen.

Auch als Influencer könnte er später unterkommen angesichts seiner über 391.000 Abonnenten. Nur zum Vergleich: Sein Dienstherr Union hat da auf diesem Channel etwas mehr 110.000 Follower.

Max Kruse löchert Christopher Lenz

Dieser Tage versucht sich Max Kruse im Unterallgäu in der Rolle als TV-Entertainer. Da könnte seine Zukunft dann auch liegen. Gibt ja nicht wenige in dieser Branche, die mit wenig Talent, aber umso größerem Selbstbewusstsein ausgestattet sind. Da fällt einer wie Kruse nicht groß ins Gewicht.  Auf der „Casting-Couch von Max Kruse“ nennt der Stürmer sein Format, das er auf der Internetplattform Instagram live streamt und in dem er er jeden Abend einen anderen Teamkollegen mit Fragen bombardiert, die ihm zuvor von Usern eingeschickt werden dürfen. 

Zum Auftakt am Dienstag unterhielt er sich mit Christopher Lenz, den er noch aus gemeinsamen Trainingstagen bei Borussia Mönchengladbach kennt. Es folgte eine Folge mit Christopher Trimmel. Weitere sind  natürlich in Planung.

Den Kollegen bleiben diese außersportlichen Aktivitäten ihres Starkickers als angehender Entertainer nicht verborgen. „Ich habe die letzten 10 Minuten mal reingeschaltet“, verriet Grischa Prömel. Man kann getrost davon ausgehen, dass sich Grischa & Co. einen Spaß machen werden, Fragen bei Kruse einzureichen, um ihn gehörig aufs Glatteis zu führen.