Tschüss! Robert Andrich verabschiedet sich nach zwei starken Saison beim 1. FC Union. Foto: dpa

Robert Andrich (26) beim Bundesliga-Auftakt des 1. FC Union auf der Tribüne – seit der eisernste der eisernen Abräumer von dort aus das 1:1 gegen Leverkusen verfolgte, wurde auch den letzten Unionern klar: da ist was im Busch.

Dass Andrich sich mit der Bayer-Truppe für die kommende Saison einig ist, hatten viele schon wieder verdrängt. Jetzt geht der Deal dem Vernehmen nach schon ein Jahr früher über die Bühne und erfüllt damit eine zentrale Vorgabe von Präsident Dirk Zingler, dass es sich Union nicht leisten kann, Spieler ablösefrei gehen zu lassen. Christopher Lenz soll mit seinem Wechsel nach Frankfurt vor der Saison der letzte Gratisspieler für andere Klubs gewesen sein.

Bei Robert Andrich gestalteten sich die Verhandlungen mehr als zäh. Unions Vorstellungen vom finanziellen Ausgleich für den Verlust des Shootingstars gingen anfangs in Leverkusen ins Leere. Doch steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und spätestens Bayers Liga-Auftakt macht deren Bossen klar: Andrich muss her. Schlappe 6,5 Millionen Euro sollen die Eisernen aus der Pillenschatulle hausgepokert haben. Damit stellt Andrich Unions Transferbestmarke aus der vergangenen Saison ein. Auch für Sebastian Anderssons Wechsel nach Köln kassierten die eisernen 6,5 Millionen Euro.

Insgesamt 66 Spiele bestritt Andrich für Union, 59 in der Bundesliga, sieben im Pokal. Dabei traf er neun Mal, sechs Buden fielen in der Liga, drei im Pokal.

Sein erstes Tor

Das schoss Andrich am 7. Juni 2020 zum 1:0 gegen Schalke (Endstand 1:1).

Sein wichtigstes Tor

Vergangene Saison schoss er am 5. Februar 2020 im Pokal - den 1:0-Siegtreffer gegen Verl – damit erreichten die Eisernen das Viertelfinale.

Sein schönstes Tor

2:0 beim 5:0 gegen Bielefeld. Ein 20 Meter-Hammer direkt unter die Latte.

Sein schnellstes Tor

Das 1:0 nach zwei Minuten beim 3:3 gegen Frankfurt.

Sein genauestes Tor

Das 2:1 beim 2:2 gegen Wolfsburg per Freistoß direkt in den linken Winkel.

Sein eisernstes Tor

Das 1:0 (Endstand 1:1) beim Rückspiel-Derby mit einem schönen Volleyschuss. Eine Wiedergutmachung.

Denn im Hinspiel bleibt seine Kung-Fu-ähnliche Einlage gegen Herthas Lucas Tousart in Erinnerung, für die er früh die Rote Karte sah und die Blau-Weißen danach aus einem 0:1-Rückstand noch ein 3:1 machten. Nicht zu vergessen seine viele gelben Karten.

Nun sammelt Andrich seine Verwarnungen für Leverkusen. Wenn nicht ein Pokallos noch dazwischengrätscht wird Robert dann zum Rückrundenbeginn erstmals gegen seine alten Kameraden auflaufen.

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