Nach fünf gewinnträchtigen Jahren in Folge schreibt Unions Stadionbetriebs AG in der Spielzeit 2019/20 rote Zahlen.  Foto: imago images / Schöning

Ja, doch, das Geld ist knapp. In Corona-Zeiten ohne Massenveranstaltungen und Events sowieso. Gilt für alle Betriebe, die sich mit Kulturgütern, Fußball oder größeren Veranstaltungen wie Seminaren, Tagungen und Ähnlichem ihre Brötchen verdienen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Unions Stadion-Betriebs AG nach fünf  Jahren mit positivem Geschäftsergebnis in Folge für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 einen Verlust von 605.299,96 Euro ausweist. 

In der Vorsaison hatten die Köpenicker noch eine leichten Gewinn in Höhe von rund 37.200 Euro ausgewiesen. In ähnlicher Größenordnung war für Union das erste Bundesligajahr kalkuliert worden. Summen, die übrigens mit Absicht nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind. Denn die Stadion AG soll ja Mittel für den Spielbetrieb requirieren und nicht dem Finanzamt zudienlich sein, wie Union-Boss Dirk Zingler schon häufiger öffentlich betont hat.

Verlustvortrag beträgt jetzt rund 1,5 Millionen Euro

Corona und der Shut-Down sowie die nachfolgende Phase ohne größeren Publikumsverkehr machten Union nun einen fetten Strich durch die Rechnung. Maßnahmen wie Kurzarbeit konnten die Verluste mangels größerer Einnahmen nicht wirklich auffangen. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr sind auch nicht übermäßig rosig. Finanziell wiegt das Fernbleiben der Zuschauer schwer. So bezifferte Zingler jüngst den wirtschaftlichen Schaden durch Corona für den Gesamtverein auf eine Summe im „zweistelligen Millionenbereich“.

Am 18. November 2020 (19 Uhr) steigt in der Alten Försterei die ordentliche Hauptversammlung der AG. Bislang nicht virtuell! Dort soll auch der pandemiebedingte  Jahresfehlbetrag von rund 600.000 Euro mit dem bisherigen Bilanzverlust (etwas mehr als 900.000 Euro) ausgewiesen werden. Die Nassen der Stadion AG würden sich dann zu einem Bilanzverlust von etwas mehr als 1,5 Millionen Euro akkumulieren.