Rani Khedira ist beim 1. FC Union weiter einer der unverzichtbaren Spieler.
Rani Khedira ist beim 1. FC Union weiter einer der unverzichtbaren Spieler. www.imago-images.de

Hasta luego, Costa Blanca! Willkommen zurück in der Hauptstadt. Für den 1. FC Union endet am Mittwoch das zehntägige Trainingslager unter der Sonne Spaniens. Jetzt heißt es wieder im nassgrauen Berlin schindern. Ein intensive Zeit für die Schützlinge von Trainer Urs Fischer. Auch weil er viel Neues einstudierte. Weil er beim Wiederbeginn der Liga am 21. Januar gegen Hoffenheim gerüstet sein will. 

Alles wird anders und dann wieder gut? Zumindest könnte man nach den Eindrücken aus Campoamor darauf kommen. Denn die Eisernen wollen ja die kleine Ergebnisdelle, die sie kurz vor der WM-Unterbrechung ereilte, mit nur einem Punkt aus drei Spielen, schnell vergessen machen. Müssen sich die Gegner also auf einen veränderten 1. FC Union einstellen? 

Gemach, gemach. Der Schweizer Fußballehrer ist keiner, der Bewährtes so einfach über den Haufen wirft. Sondern seine Truppe eher auf den Fall X vorbereitet wissen will. Das 4-4-2 wird eher nicht das Hauptsystem der Eisernen werden. Gegen die TSG Hoffenheim ist eher die bekannte Dreierkette zu erwarten. Und auch was das kickende Personal angeht, wird es eher nicht zu Revolutionärem kommen. 

Der 1. FC Union startet mit vier Spielen in zehn Tagen

Was man dann schon diesen Sonnabend sehen wird, wenn der MSK Zilina in der Alten Försterei (15.30 Uhr) vorbeischaut. Gegen den slowakischen Erstligasechsten bestreiten die Köpenicker ihre Generalprobe, ehe es dann gleich in die Vollen geht. In den ersten zehn Tagen müssen die Köpenicker ja gleich vier Spiele bestreiten. Darunter das Derby bei Hertha BSC, eine Auswärtspartie in Bremen und das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg.  

Da wird also erst einmal gar nichts anders. Sondern die Eisernen müssen nahtlos an ihre englischen Wochen des Herbsts anknüpfen.  

Also wird Fischer wieder zum Stilmittel der Rotation greifen. Was bei den Eisernen ja auch die Abwehr betrifft, in der Fischer über fünf Innenverteidiger verfügt, die alle darauf brennen, ihr Können zu zeigen. Gesetzt dürfte da im Wesentlichen nur Robin Knoche sein. Die Herren Paul Jaeckel, Diogo Leite, Danilho Doekhi und Timo Baumgartl werden sich abwechseln müssen. Bei Letzterem geht es ja auch um seine Zukunft, schließlich endet die verlängerte Leihe im Sommer und der 26-Jährige gehört zunächst einmal wieder der PSV Eindhoven. 

Die Achse bleibt beim 1. FC Union unverändert bestehen

Auch im Mittelfeld gibt es wenig Gründe, nicht an Rani Khedira festzuhalten. Er bildet den Kernpunkt der eisernen Achse. Wobei Paul Seguin sich dennoch deutlich mehr Spielzeit erhofft als im abgelaufenen Jahr. Auf den Achterpositionen wird Janik Haberer wohl weiter die Nase vorn haben. Auch weil Morton Thorsby ja nicht mit in Spanien gewesen war und sich von einem operativen Eingriff erholen musste

Bliebe die Abteilung Attacke. Da könnte Fischer mit mehr Rotation als in der ersten Saisonhälfte für deutliche Belebung sorgen. Und sei es halt auch mal mit einem Systemwechsel, wodurch beispielsweise Tim Skarke eine mehr zu berücksichtigende Option werden würde. Fischer hat da derzeit echt die Qual der Wahl, da sich alle Angreifer in der Vorbereitung als ziemlich treffsicher erwiesen, aber keiner komplett herausstechen konnte. 

Lesen Sie hier mehr über den 1. FC Union >>