Freundliche Begrüßung zwischen Unions Urs Fischer und Frankfurts Adi Hütter. Foto: imago images/Rene Schulz

Sonnabend, 15.30 Uhr – Union gegen Eintracht Frankfurt. Es ist nicht nur ein Duell des neunten Spieltages, es ist auch eine Auseinandersetzung der beiden Chefstrategen. Auf der hessischen Seite Adi Hütter, auf der eisernen eben Urs Fischer. Die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit als Trainer, die über den deutschen Horizont hinausgeht. Und da kann es für Union ab halb vier nur darum gehen, auf dem bisher Geschafften aufzubauen: Adi gegen Urs - Eisern, bleib auf Kurs.

Wenn man die beiden Übungsleiter befragte, würden sie wohl drauf verweisen, dass es ein ganz normales Bundesligaspiel ist. Wobei das allein schon zeigt, wie weit die Köpenicker gekommen sind. In der Vorsaison war jede Partie ein Festtag. Etwas Neues. Und Union der ewige Außenseiter. Das ist nun anders. Mindestens auf Augenhöhe begegnen sich die beiden Kontrahenten am Sonnabend in der Alten Försterei.

Auf Augenhöhe stehen sich auch der Schweizer und der österreichische Fußballlehrer gegenüber. Mit leichtem Plus für Fischer. In der Bundesliga steht es Unentschieden. In der Vorsaison triumphierte jeweils der Gastverein mit 2:1 in fremden Gefilden. Doch in der Schweiz hat Fischer die Nase vorn. Vier Siegen und einem Remis stehen drei Niederlagen gegenüber. Und Hütter wurde mit den Young Boys aus Bern erst dann Ligasieger, nachdem die Bosse des FC Basel leichtfertig auf die Dienste von Doublegewinner Fischer verzichtet hatten.

Für den 54-Jährigen geht es also darum, seine persönliche Bilanz weiter auszubauen. Und für Union darum, weitere Rekordmarken aufzustellen. Schon ein Unentschieden würde die Serie ungeschlagener Spiele auf acht am Stück ausbauen. Ein Dreier hieße, erstmals in der Bundesligageschichte der Köpenicker vier Siege am Stück einzufahren. Wobei allein ein Sieg gegen die Adler vom Main auch schon historische Dimensionen hätte. Denn in bisher fünf Gastspielen der Hessen an der Wuhle konnte Union in Pokal und Ligen noch nie gewinnen. Ein Unentschieden war das höchste der Gefühle. Und dieses 1:1 liegt mittlerweile auch schon 18 Jahre zurück.

Es wäre also an der Zeit, bei all der gegenseitigen Wertschätzung, das mal zu ändern. Um dann auf Rang fünf mit Volldampf und einem richtig guten Gefühl in die Derbywoche reinzukommen. Auf Kurs Richtung vorzeitigem Klassenerhalt.