Kann man so machen: Stürmer Kevin Behrens erzielt das späte 3:2 für den 1. FC Union gegen den FC St. Pauli.
Kann man so machen: Stürmer Kevin Behrens erzielt das späte 3:2 für den 1. FC Union gegen den FC St. Pauli. imago/Matthias Koch

Drei Testspiele, drei Siege – beim 1. FC Union läuft die Vorbereitung auf die Fortsetzung der Bundesliga Ende Januar perfekt. Im letzten Spiel 2022 gewannen die Eisernen im Kultklub-Duell vor 969 Zuschauern gegen Zweitligist FC St. Pauli 3:2 (1:1).

„Morgen sitze ich im Flieger nach Zürich“, sagte ein sichtlich gut gelaunter Union-Coach Urs Fischer. Nach dem 2:0 gegen Hansa Rostock und dem 4:1 gegen St. Gallen bangten die Eisernen gegen die Hamburger allerdings bis zur 86. Minute, ehe Kevin Behrens nach wunderbarer Flanke per Kopf den dritten Sieg in einer Woche perfekt machte. Neben Behrens trafen für die Unioner zudem Jordan Siebatcheu (42.) nach einer Ecke von Christopher Trimmel und Tim Skarke (67.) nach Pass von Aljoscha Kemlein.

Gegen den 1. FC Union traf Ex-Unioner Marcel Hartel

Marcel Hartel traf vom Elfmeterpunkt für den FC St. Pauli, fand aber auch Zeit, mit den ehemaligen Union-Kollegen, hier mit Keeper Jakob Busk, zu scherzen. 
imago/Matthias Koch
Marcel Hartel traf vom Elfmeterpunkt für den FC St. Pauli, fand aber auch Zeit, mit den ehemaligen Union-Kollegen, hier mit Keeper Jakob Busk, zu scherzen. 

Genau genommen schoss das erste Tor für die Hamburger auch ein Unioner, zumindest Ex-Unioner. Den von Robin Knoche verursachten Foulelfmeter verwandelte nämlich Marcel Hartel (45.). „Wir wollten die drei Heimspiele unbedingt haben. Es freut mich, dass uns diese Terminierung geglückt ist“, gesteht Trainer Fischer. 

Ab Donnerstag reisen die Eisernen nach Hause. Gemütlichkeit unterm Weihnachtsbaum beim Glühwein gestattet der Union-Trainer nur bedingt. Fischer: „Die Spieler bekommen alle einen Fitnessplan mit. Sie haben in den vergangenen zwei Wochen alle fleißig gearbeitet und alle mitgezogen.“ Der Schweiß soll schließlich nicht vergebens geflossen sein. „Wir wollen im Trainingslager gleich wieder voll einsteigen“, verrät Fischer seine Pläne.

Licht hat Fischer bei seinen Profis im Test allerdings nicht gesehen: „Die erste Hälfte lief nicht so gut. Da hat die Bewegung gefehlt, dadurch haben wir keine Lösung gefunden.“

Neues System stellt Spieler des 1. FC Union vor Probleme

Die Unioner probierten eine neue Formation mit Vierer-Kette. „Ein neues System muss erst in die Köpfe. Das geht nicht von heute auf morgen. Das muss sich erst einschleifen“, bleibt Urs Fischer cool.

Insgesamt schossen die Berliner in den drei Testspielen oder „Freundschaftsspielen“, wie Trainer Fischer lieber hört, insgesamt an der Alten Försterei neun Tore – darüber zeigt sich der Schweizer Coach ziemlich happy: „Tore stärken das Selbstbewusstsein bei einem Spieler. Das gilt auch für Freundschaftsspiele und trifft sogar auf Tore im Training zu.“

In den nächsten Tagen sind auch bei den Union-Profis Lichterschein, Weihnachtslieder und vielleicht ein Glühwein angesagt. Ab 2. Januar wird dann wieder unter Fischers Aufsicht im Trainingslager an Spaniens Küste bei Alicante gekeucht.

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